Hinrichtungen

Fentanyl für Todesspritzen – US-Experten warnen dpa, 16.01.2018 11:01 Uhr

Washington - Eigentlich haben die USA der tödlichen Droge Fentanyl den Kampf angesagt. Doch manche Bundesstaaten wollen sie nun nutzen: bei Hinrichtungen.

US-Staaten, in denen es die Todesstrafe gibt, haben seit Jahren ein Problem: Die Medikamente zur Vollstreckung des Urteils gehen ihnen aus. Der Grund: Pharmahersteller wollen nicht mehr, dass mit ihren Mitteln getötet wird – und liefern nicht.

Die Bundesstaaten Nevada und Nebraska haben nun eine neue Idee: Sie wollen künftig einen Opioid-Mix für die Todesspritze nutzen. Kritiker und Ärzte argumentieren dagegen, zwei Exekutionen wurden von Gerichten erst mal verschoben. Und erneut steht die Frage im Raum: Gibt es einen humanen Weg zu töten?

„Es ist eine grausame Ironie, dass die Regierungen dieser Bundesstaaten zur selben Zeit verhindern wollen, dass dermaßen viele Menschen durch Opioide sterben, und nun zu ihnen greifen, um andere umzubringen“, beklagt Rechtsprofessor Austin Sarat vom Amherst College in einem Bericht der Washington Post. Derzeit grassiert in den USA eine verheerende Opioid-Epidemie, die jährlich Zehntausenden Menschen das Leben kost

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