Opioid-Krise: FDA warnt Online-Netzwerke

, Uhr

Berlin - Neun Online-Netzwerke im Visier: Die US-Arzneimittelbehörde (FDA) hat Warnschreiben an mehrere Netzwerke mit insgesamt 53 Websites verschickt. Ziel sei es, den illegalen Opioid-Verkauf einzudämmen.

Die USA scheint sich im Kampf gegen die Opioid-Krise in einem Kampf gegen Windmühlen zu befinden. Präsident Donald Trump hat die Epidemie zum „Gesundheits-Notstand“ erklärt und fordert für bestimmte Drogendealer die Todesstrafe. Laut US-Gesundheitsbehörde CDC stieg die Zahl vermuteter Überdosierungen zwischen Juli 2016 und September 2017 in 45 Bundesstaaten um 30 Prozent. Für den Mittleren Westen des Landes wurde gar ein Anstieg von 70 Prozent gemeldet.

Gegen den illegalen Handel hat sich nun die FDA eingeschaltet. Die Arzneimittelbehörde mahnt Netzwerke ab, die illegale, potenziell gefährliche und nicht genehmigte Versionen von Opioiden verkaufen. Sie sollen den Handel unverzüglich stoppen. Die Rede ist von Tramadol und Oxycodon. Die Schreiben wurden unter anderem an AnonShop, Eassybuyonline, Mestore.biz, RxCash.Biz, TramadolHub und XLPharmazie verschickt. Verstöße würden hart bestraft. Die Schreiben seien Teil einer umfassenden Kampagne gegen den illegalen Verkauf von Opioiden. In den nächsten Monaten würden weitere Schritte folgen, um den illegalen Online-Handel einzudämmen.

Wer in illegalen Online-Apotheken Arzneimittel kauft, könne seine Gesundheit gefährden, so die FDA. Es bestehe die Gefahr, dass die als Originale angebotenen Medikamente gefälscht, verunreinigt oder abgelaufen sind. Laut Warnschreiben würden in den Online-Netzwerken nicht nur gefälschte, sondern auch nicht zugelassene Tramadol- beziehungsweise Oxycodon-haltige Arzneimittel angeboten.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Mit Arzt- und Apothekensuche
Gesund.de kommt in App-Stores»
250 Mitarbeiter:innen betroffen
P&G macht Darmstadt dicht»
Experten raten zur Umsetzung
Abwasser zeigt Corona-Entwicklung»
Die Hälfte wird ungeplant schwanger
Psoriasis und Schwangerschaft»