Baden-Württemberg stellt zusätzliche FFP2-Masken bereit

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Stuttgart - Die grün-schwarze Landesregierung will besonders durch Corona-Infektionen gefährdete Menschen in Baden-Württemberg mit zusätzlich 90 FFP2-Masken pro Person ausstatten. Die Aktion richte sich an pflegebedürftige Menschen in stationären Einrichtungen (ca. 100.000 Menschen) sowie deren Angehörige, behinderte Menschen in stationären Einrichtungen (ca. 23.000) und Menschen in Obdachloseneinrichtungen (ca. 5000), teilte das Staatsministerium in der Nacht zum Donnerstag in Stuttgart mit. Insgesamt würden im Rahmen dieser Schutzmaßnahme rund 11,5 Millionen zusätzliche Masken bereitgestellt, die Verteilung solle über die Stadt- und Landkreise erfolgen.

Das Land verstärkt damit eine schon existente Initiative des Bundes, die Angehörigen einer Corona-Risikogruppe deutschlandweit im Dezember bis zu drei kostenlose FFP2-Masken über Apotheken zur Verfügung stellen will. Im Januar und Februar sollen Betroffene dann für sechs Masken zwei Euro bezahlen müssen. Von dieser Initiative profitieren beispielsweise Menschen, die älter als 60 Jahre sind, sowie bestimmte Vorerkrankte und Risikopatienten. Das Bundesgesundheitsministerium geht hier deutschlandweit von Kosten in Höhe von 2,5 Milliarden Euro und rund 27 Millionen Berechtigten aus.

Zudem hat das Land nach eigenen Angaben fünf Millionen Corona-Schnelltests als Notreserve beschafft. Diese sollten unter anderem Krankenhäusern und Pflege-, Vorsorge-, Reha- und Behinderteneinrichtungen zugeteilt werden, die vom Bund bisher zu wenige Tests erhalten hätten, hieß es. Die Notfallreserve solle schnell, gezielt und unbürokratisch verteilt werden.

In Altenheimen und Pflegeeinrichtungen soll das Personal laut Land ab sofort zwingend zweimal pro Woche verpflichtend mit einem solchen Antigentest getestet werden.

 

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