Bellinger: Maskengeld muss versteuert werden

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Berlin -

Die Apotheker bekommen noch vor Weihnachten das Geld aus dem Nacht- und Notdienstfonds (NNF) für die abgegeben Masken. Doch ein Wermutstropfen bleibt: Der apothekenindividuelle Betrag muss wohl noch versteuert werden. Zu diesem Schluss kommt Steuerberater Dr. Bernhard Bellinger.

Eindeutig ist der Fall bei der Vergütung der Masken im kommenden Jahr, die Berechtigte mit einem Coupon der Krankenkassen auslösen können. Der Verordnungstext ist in Bezug auf den Erstattungspreis explizit: „Für die Abgabe der Schutzmasken nach § 4 Absatz 2 Satz 1 erhält die Apotheke sechs Euro je Schutzmaske einschließlich Umsatzsteuer.“

Die Verordnung schweigt aber bezüglich der Pauschale, die die Apotheken noch in diesem Jahr aus dem Notdienstfonds erhalten. Doch laut Bellinger kann es sich auch dabei nur um einen Brutto-Betrag handeln. Sein Argument: „Der Staat stellt einen fixen Geldbetrag zur Verfügung. Ob der brutto oder netto ist, richtet sich nach der Versteuerung beim Empfänger. Der Empfänger bekommt hier Geld für Abgabe und Distribution der Masken, die er selbst mit Vorsteuer einkauft.“

Bellinger erklärt auch, warum das am Ende keinen Unterschied macht: „Wenn der Apotheker die Pauschale für die Abgabe ohne Umsatzsteuer verbuchen wollte, würde er sich damit automatisch die Vorsteuer für die Beschaffung sperren. Vorsteuer kann man nur ziehen für umsatzsteuerpflichtige Umsätze.“ Solange das Verhältnis aus ausgezahlter Pauschale und Beschaffungskosten für die abgegebenen Masken also ungefähr in der Waage ist, käme dabei dasselbe heraus.

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