Hygienemaßnahmen: Isolation und Schutzausrüstung

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Berlin -

Bei schweren Verläufen von Covid-19 ist eine intensivmedizinische Behandlung notwendig. Die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) hat zusammen mit verschiedenen anderen Gesellschaften nun Empfehlungen für den Umgang mit Covid-19-Patienten herausgegeben.

Leitfaden für Intensiv-Personal

Die Empfehlungen richten sich vor allem an das Personal auf Intensivstationen. Neben zahlreichen Empfehlungen zu Diagnostik, Krankheitsbild, Labor, Bildgebung und Therapie werden jedoch auch einige Angaben zur Unterbringung und Hygienemaßnahmen gemacht.

Isolierzimmer und Kohortenisolation

So soll die Unterbringung von Covid-19-Patienten vorzugsweise einzeln in einem Isolierzimmer, idealerweise mit Schleuse oder Vorraum erfolgen. Im Fall einer ausgeprägten Pandemie sollte eine Kohortenisolation angestrebt werden. Zugang zum Patienten soll nur geschultes Personal zur Versorgung des Patienten haben. Dieses sollte möglichst von der Versorgung anderer Patienten freigestellt werden. Außerdem ist die Zahl der Personen, die das Zimmer betreten, auf ein Minimum zu reduzieren und gegebenenfalls ein Besuchsverbot zu erteilen.

Konsequente Basishygiene erforderlich

Im Zuge der Versorgung ist auf eine konsequente Umsetzung der Basishygiene zu achten. Außerdem muss persönliche Schutzausrüstung bestehend aus Schutzkittel, Einweghandschuhen, dicht anliegender Atemschutzmaske FFP2 oder FFP3 und Schutzbrille angelegt werden. Dies gilt besonders bei Tätigkeiten, die die Entstehung von Aerosolen fördern – wie Bronchoskopie oder Absaugen. Die Empfehlungen weisen erneut auf den korrekten Sitz der Schutzausrüstung hin – insbesondere einem Dichtsitz der Maske.

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