Corona-Krise

RKI-Präsident: Schutzkleidung für Ärzte und Pflegekräfte APOTHEKE ADHOC/dpa, 09.03.2020 14:04 Uhr

Berlin - Seit Freitag hat sich die Zahl der Covid-19-Fälle in der WHO-Region von 6500 auf 12.300 nahezu verdoppelt. Professor Dr. Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), geht davon aus, dass die Fallzahlen noch deutlich steigen werden. Er spricht sich dafür aus, dass Ärzte und Pflegekräfte, die mit potentiellen Infizierten zu tun haben, künftig Mund- und Nasenschutz und Schutzbrille tragen. Denn fallen sie als besonders gefährdete Gruppe in größerer Zahl aus, könnte das deutsche Gesundheitswesen schnell überfordert werden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rief alle Bürger dazu auf, daran mitzuwirken, die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. „Je langsamer sich das Virus ausbreitet, desto besser kann unser Gesundheitswesen damit umgehen.“ Zwar entscheiden sich aus seiner Sicht die Symptome nicht von denjenigen, die Ärzte, Pflegekräfte und Apotheker jeden Tag im Zusammenhang mit der Grippe oder Erkältungen behandelten. Es gehe aber darum, Risikopatienten zu schützen und dafür zu sorgen, dass ausreichend Intensivbetten, Beatmungsgeräte und Fachpersonal zur Verfügung stünden. Denn Fakt sei, dass die Corona-Epidemie eine Herausforderung für die Gesundheitssysteme werde.

Deshalb brauche es die Eigenverantwortung jedes Einzelnen, sei die Eindämmung eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft. „Wir brauchen jeden einzelnen Bürger und jede einzelne Bürgerin.“ Ziel müsse es sein, „die Dynamik zu verlangsamen“, sagte er. Gleichzeitig gehe es darum, die Unterbrechung des gesellschaftlichen Lebens auf ein Minimum zu reduzieren.

Seine Maßnahmen:

  • Weniger reisen, wenn möglich: zu Hause arbeiten
  • Arbeitnehmer sollten im Zweifelsfall eine Vereinbarung mit ihrem Arbeitgeber treffen, um die Ansteckung von Kollegen zu vermeiden, Arbeitgeber sollten sich darauf einlassen
  • Menschen über 60 Jahre sollten sich gegen Pneumokokken impfen lassen
  • Menschen in Städten sollten auf ÖPNV verzichten und zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren
  • Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern sollten abgesagt werden

Die Einschränkungen des privaten und öffentlichen Lebens gehen laut Spahn „deutlich über mehrere Monate als über mehrere Wochen“. Schließungen von Schulen und Kitas hält Spahn nicht grundsätzlich für erforderlich, damit Eltern weiter zur Arbeit gehen können.

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