Einschränkungen wegen Coronavirus

„Wir reden deutlich über mehrere Monate als über mehrere Wochen“ dpa, 09.03.2020 17:46 Uhr

Berlin - Wie kann das Coronavirus aufgehalten werden? Die Bundesregierung und Wissenschaftler machen klar, dass das eine große Aufgabe für die ganze Gesellschaft ist – und nicht so schnell gelingen dürfte.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn alle Bürger auf längere Einschränkungen im Alltagsleben vorbereitet. „Wir reden deutlich über mehrere Monate als über mehrere Wochen“, sagte der CDU-Politiker am Montag in Berlin. „Wir müssen den Ausbruch verlangsamen, damit unser Gesundheitssystem weiter funktionieren kann.“ Gleichzeitig gelte es, Unterbrechungen des normalen Alltags so gering wie möglich zu halten. Spahn wandte sich erneut gegen pauschale Schließungen von Kitas und Schulen. Das nahe Frühjahr und der Sommer mit wärmeren Temperaturen dürften die Virus-Ausbreitung aus Expertensicht kaum verlangsamen.

Spahn sagte, die Möglichkeiten des Virus müssten verringert werden, sich durch den Kontakt von Menschen untereinander zu verteilen. „Dazu brauchen wir die gesamte Gesellschaft. Wir brauchen jeden einzelnen Bürger und jede einzelne Bürgerin.“ Dafür gelte es zu prüfen, auf was eine Zeit lang zu verzichten oder schwerer zu verzichten sei. Aus seiner Sicht sei der Verzicht auf ein Konzert, einen Clubbesuch oder ein Fußballspiel leichter als auf den täglichen Weg zur Arbeit.

Der Minister appellierte an die Eigenverantwortung der Bürger, alle Möglichkeiten in Erwägung zu ziehen – etwa weniger zu reisen oder wenn möglich von zu Hause zu arbeiten. Chronisch kranke Arbeitnehmer sollten Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber treffen, die sie und ihre Kollegen schützen. Firmen sollten bereit sein, dies zu ermöglichen. In großen Städten könnten viele öfter zu Fuß gehen oder Rad fahren, statt den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Spahn ermunterte erneut dazu, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abzusagen.

Schulen und Kitas sollten dagegen nicht grundsätzlich geschlossen werden, damit Eltern weiter zur Arbeit gehen könnten, sagte Spahn. Wenn Ärzte, Pflegekräfte, Polizisten oder Busfahrer ausfielen, hätte das wiederum Folgen für das öffentliche Leben und die Sicherheit. Es gelte weiterhin, „besonnen und ernsthaft“ an die dynamische Lage heranzugehen. Ziel sei, die wertvolle Ressource von 28.000 Betten in der Intensivversorgung auch für die gleichzeitige Behandlung einer größeren Patientenzahl funktionsfähig zu halten.

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