Spahn: Hamstert keine Desinfektionsmittel!

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Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ein entschlossenes Handeln der Bundesregierung angekündigt, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Epidemie abzufedern. „Wir werden das tun, was notwendig ist“, sagte Merkel am Mittwoch in Berlin. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) forderte die Menschen auf, verantwortungsbewusst mit der Krise umzugehen und auf das Hamstern von Alkohol und Schutzmasken zu verzichten.

Merkel lobte Spahn. Der Gesundheitsminister mache derzeit „einen tollen Job“ und habe ihr „volles Vertrauen“. Zwischen ihnen beiden gebe es sehr schnelle Gespräche und einen „Super-Austausch“. Spahn gab das Kompliment zurück: Das Verhältnis zueinander sei besser, als es in der Vergangenheit immer wieder öffentlich beschrieben wurde.

Spahn forderte noch einmal alle Menschen auf, durch ihr persönliches Verhalten zur Eindämmung der Krise beizutragen. Auch wenn 80 Prozent der Infizierten milde bis keine Symptome aufwiesen und besonders für die Jüngeren das Risiko einer schweren Erkrankung nicht hoch sei, dürften diese nicht denken: „Was habe ich denn damit zu tun?“ Die Menschen müssten verstehen, dass alle auf ein Stück Alltag verzichten müssten, „um sich selbst zu schützen und andere zu schützen“. Dies müsse besonnen geschehen. Immer wieder müssten sich die Menschen fragen, ob sie etwa auf ein Konzert oder auf Familienbesuche verzichten könnten.

Dankbar zeigte sich Spahn, dass viele Unternehmen auf Arbeit aus dem Homeoffice übergehen. Zentral sei es nun, dass es eine Balance gebe zwischen Einschnitten und Verzicht einerseits sowie einem weitergehenden Alltag andererseits.

Außerdem forderte er Menschen auf, beim Einkauf von Desinfektionsmittel und Mundschutz solidarisch zu sein. Für den Hausgebrauch benötige man beides nicht; hier genüge intensives Händewaschen über zwei Minuten und das Einhalten der Hygieneregeln. „Gefährlich wird es eher, wenn diese Produkte dort fehlen, wo sie wirklich gebraucht werden.“ Zwar habe man die Verarbeitung von Industriealkohol freigegeben, sodass die Apotheken vor Ort jetzt Desinfektionsmittel herstellen könnten. Auch die Industrie habe zugesagt, zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Beides trage zur Entspannung der Lage bei. „Aber wir brauchen auch hier ein solidarisches Miteinander. Diese Produkte sollten vor allem Ärzten und Pflegekräften zur Verfügung stehen, die sie für ihre tägliche Arbeit zum Schutz aller brauchen.“

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