Coronavirus

Hamsterkäufe bei Versandapotheken

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Berlin -

Nudeln und Konserven waren am Wochenende in vielen Geschäften ausverkauft, doch Hamsterkäufe wegen des Coronavirus gibt es nicht nur bei Lebensmitteln. Versandapotheken wie DocMorris und Shop-Apotheke beobachten eine explosionsartig gestiegene Nachfrage nach OTC-Medikamenten.

Auf Nachfrage von APOTHEKE ADHOC hat sich der Datendienstleister DatemedIQ am Wochenende die aktuellen Abverkaufszahlen angesehen. Als Joint Venture von DocMorris und Shop-Apotheke verfügt das Marktforschungsunternehmen über tagesaktuelle Zahlen. Selbst die Experten waren von dem Ausmaß überrascht.

Während der gesamte Non-Rx-Markt im Durchschnitt um 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wächst, ist der Umsatz in der vergangenen Woche um 61 Prozent explodiert. Besonders auffällig ist die Entwicklung bei einzelnen ATC-Klassen:

  • Grippemittel: plus 133 Prozent über Vorjahr
  • Analgetika: plus 138 Prozent über Vorjahr
  • Multinährstoffkonzepte, immun: plus 326 Prozent über Vorjahr (Normwachstum: rund 26 Prozent)
  • Desinfektionsmittel: extreme Nachfrage, seit Mittwoch/Donnerstag Abbruch wegen Lieferschwierigkeiten

Die Börse hatte diese Entwicklung offenbar schon vorweg genommen: Während der Dax in der vergangenen Woche um 15 Prozent einbüßte, kamen die EU-Versender vergleichsweise glimpflich davon: Die Kurse von Shop-Apotheke und Zur Rose gaben jeweils um 6 Prozent nach, wobei auch die Schlussanträge am Europäischen Gerichtshof (EuGH) eine Rolle gespielt haben könnten. Die Aktie des Sterilium-Herstellers Paul Hartmann zog übrigens um 20 Prozent an.

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