Verbraucher erwarten Schließungen

Nach Corona: Stationärer Handel in der Krise?

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Berlin -

Der Shutdown trifft den Handel – fast alle Geschäfte sind geschlossen. Wer bestimmte Produkte braucht, weicht auf den Versandhandel aus. Experten rechnen mit einer Verschiebung der Marktanteile über die aktuelle Corona-Krise hinaus. Auch Verbraucher sehen die Geschäfte in einer schwierigen Lage.

Eine Befragung des Instituts für Handelsforschung (IfH) zeigt: Auch Konsumenten befürchten, dass viele Geschäfte die Krise nicht überstehen werden. 59 Prozent der 1000 online befragten Verbraucher haben die Befürchtung, dass stationäre Läden die Krise nicht überleben werden. Nur 11 Prozent sind dagegen der Meinung, dass Onlineshops aufgrund der Krise schließen müssen; 58 Prozent der Befragten glauben, dass Onlineshops die Krise überleben werden. Für den stationären Handel liegt die positive Erwartung demnach bei 6 Prozent.

Erschwerend kommt hinzu, dass der Handel von März bis Mai – also den „Corona-Monaten“ dieses Jahres – üblicherweise den größten Umsatz macht: Unabhängig von unterschiedlichen Branchenkonjunkturen entfällt auf die Frühjahrsmonate ein Umsatzanteil von 25,2 Prozent – mit einer Spannbreite von 19,8 bis 35,3 Prozent. Von überdurchschnittlicher Umsatzbedeutung sind diese Monate laut IfH in den Branchen Garten, Fahrrad, Elektro- und Unterhaltungselektronikzubehör, Heimwerken und Schuhe.

Auch Versandapotheken könnten zu den Profiteuren der Corona-Krise werden. Vor allem das OTC-Geschäft könnte einen „Katapult-Effekt“ erleben und auch nach der Pandemie auf einem deutlich höheren Niveau verbleiben, erwartet Fabian Kaske von der Marketingagentur Dr. Kaske. Selbst große Versandapotheken waren mit den vielen Neukunden überfordert, ein Anbieter hatte sogar zwischenzeitlich abgeschaltet und sich aus der Versorgung verabschiedet.

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