Desinfektionsmittel und Atemmasken

Coronavirus: Hamsterkäufe und Wucherpreise Alexandra Negt, 26.02.2020 10:18 Uhr

Berlin - Atemschutzmasken fehlen bereits seit Längerem in den Apotheken. Seit der erste Corona-Fall am 28. Januar in Deutschland bestätigt wurde, erhöhte sich die Nachfrage rasant. Nachdem die Behörden über den Nutzen einer angemessenen Händehygiene informierten, laufen nun auch die Lager bei Desinfektionsmitteln leer. Die Preise steigen, Atemschutzmasken werden im Internet bereits zu Wucherpreisen angeboten.

Die Hamsterkäufe haben begonnen. Egal ob stationäre Apotheke, Versandapotheke, Drogeriemarkt oder Baumarkt – Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel sind zur Mangelware geworden. Gerade in den Großstädten neigen sich die Vorräte dem Ende zu. Über den Großhandel lassen sich keine FFP3-Masken mehr bestellen. Auch Anbieter von Apothekenbedarf sind nur bedingt lieferfähig. In Baumärkten sind auch Halb- und Vollmasken, die eigentlich für den Einsatz bei Schreiner- oder Lackierer-Arbeiten gedacht sind, ausverkauft. Auslöser für den raschen Anstieg der Nachfrage war der erste bestätigte Corona-Fall in Bayern – seit dem 28. Januar häufen sich die Nachfragen nach Atemschutzmasken in den Apotheken.

Desinfektionsmittel

Geeignete Desinfektionsmittel für intakte Haut sind auf Alkoholbasis und farbstoff- und parfümfrei. Die bekanntesten Hersteller, darunter Hartmann und Schülke, können die hohe Nachfrage nicht bedienen. In Berlin beispielsweise können aktuell nur noch die Gebinde à 500 ml bestellt werden – 50 ml, 100 ml und 1000 ml sind über den Großhandel nicht lieferbar. Die Kunden weichen auf Alternativen aus: „Zunächst konnten wir kein Sterillium Virugard mehr bestellen, nun bekommen wir auch bei dem blauen Sterillium Pure noch noch die Flasche zu 500 ml“, berichtet eine PTA aus der Hauptstadt. Online haben die Händler ihre Preise erhöht – im Durchschnitt sind die Kosten um 5 Euro pro Liter gestiegen. Die Listenpreise in den Apotheken sind unverändert.

Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden bis zu 80 Prozent der Grippeviren durch eine Verschleppung über die Hände übertragen – dies könnte auch für Covid-19 gelten. Häufiges Händeschütteln, öffentliche Verkehrsmittel, der Kontakt mit Türgriffen und das Nutzen sanitärer Einrichtungen sind die häufigsten Keimquellen. Alle zuständigen Behörden informieren zur Zeit darüber, dass eine zeitnahe und regelmäßige Reinigung der Hände die Möglichkeit einer Ansteckung stark reduzieren kann.

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