Coronavirus: Bundeswehr riegelt Stützpunkt ab

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Berlin - Die Bundeswehr hat ihren Stützpunkt in Köln-Wahn abgeriegelt. Denn bei einem der dort stationierten Soldaten herrscht Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus Sars CoV-2. Er soll mit dem Patienten in Kontakt gestanden haben, der seit gestern Nacht auf der Isolierstation des Uniklinikums Düsseldorf liegt, berichtet die Bild-Zeitung.

Erst vor kurzem hatte die Luftwaffe selbst Deutsche aus den betroffenen Gebieten in China ausgeflogen – nun wird befürchtet, dass ein Luftwaffenstützpunkt selbst zum Seuchenherd werden könnte. Am Vormittag zogen die Streitkräfte deshalb die Notbremse: „Es ist erforderlich, zu vermeiden, dass zusätzliches Personal den Bereich der Flugbereitschaft BMVg betritt/befährt“, zitiert die Bild ein Schreiben der Flugbereitschaft.

Allerdings wurde die Kaserne demnach nicht nur für den Eintritt gesperrt. „Ebenso gilt es zu vermeiden, dass mögliche weitere Kontaktpersonen den Bereich verlassen. Die Wache wurde angewiesen, die Zugangstore zur Flugbereitschaft zu schließen.“ Mit den Evakuierungsflügen nach China habe der jetzt betroffene Soldat allerdings nichts zu tun gehabt, so die Bild. Laut der Luftwaffe handelt es sich um einen Soldaten der Flugbereitschaft beim Airport Köln/Bonn. Er sei im Koblenzer Bundeswehrzentralkrankenhaus isoliert worden. Medizinisches Personal habe nur in Schutzkleidung Kontakt zu ihm.

Ein anderer Soldat wird währenddessen ebendort auf eine mögliche Cov-2-Infektion untersucht, weil er Kontakt mit dem betroffenen Soldaten in Köln hatte. Dies gehöre allerdings zu den Sicherheitsmaßnahmen, die auch ohne Anzeichen auf eine Erkrankung ergriffen würden. „Er ist nur eine Kontaktperson, kein Verdachtsfall“, so ein Sprecher des Sanitätsdienstes der Bundeswehr. Eine Speichelprobe des Soldaten werde in einem Labor in dem Militärkrankenhaus untersucht. Das Testergebnis werde erst am Donnerstagmorgen erwartet.

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