Coronavirus: Macht ein Mundschutz Sinn?

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Berlin - Die Liefersituation nach Atemschutzmasken ist angespannt. In Großstädten können Apotheken die Nachfrage nicht bedienen und haben keine Produkte mehr auf Lager. Das Nachbestellen ist vielerorts ebenfalls nicht möglich – Großhändler wie Phoenix und Noweda haben aktuell nichts mehr an Lager. Gerade asiatische Kundschaft fragt nach Mundschutz, zum Teil mit Filtereinheit. Welchen Schutz bietet eine Atemmaske und wie sinnvoll ist das prophylaktische Tragen?

Es gibt zwei Arten von Schutzmasken: einfacher medizinischer Mundschutz und Atemschutzmasken mit verschiedenen FFP-Klassen.

FFP-Klassen

Die Klassifizierung von partikelfiltrierenden Atemschutzmasken erfolgt in drei Gruppen. Diese Masken schützen nur vor Feststoffen – zum Schutz vor Gasen und Dämpfen werden spezielle Vollmasken mit Filtereinheit benötigt. FFP steht für „Filtering Face Piece“. Ihr Einsatz ist an Arbeitsplätzen mit Überschreitungen der Grenzwerte einzelner Stoffe gesetzlich vorgeschrieben. Beim Arbeiten in der Rezeptur ist je nach Wirkstoff eine FFP3-Maske Pflicht. Zu den Wirkstoffen, die das Tragen eines Mundschutzes erfordern, gehören beispielsweise Kortisone und Hormone.

  • FFP1: Ungiftige Stäube, Rauchpartikel
  • FFP2: Ungiftige Stäube, Rauchpartikel, krebserregende Stoffe
  • FFP3: Ungiftige Stäube, Rauchpartikel, krebserregende Stoffe, Viren, Bakterien, Pilzsporen, radioaktive Stoffe

FFP3 Masken werden in Laboren beim Umgang mit Viren und Bakterien eingesetzt. Es stehen unterschiedliche Varianten zu Verfügung. Um einen optimalen Schutz zu erhalten, sollte die Maske eng anliegen, Formmasken lassen sich durch einen Metallbügel individuell an die Nase anpassen. Spezielle Masken der FFP3-Klasse enthalten einen zusätzlichen Nanofilter. Diese Varianten werden beispielsweise empfohlen, um sich vor Orthomyxoviren oder Anthrax zu schützen.

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