Masken mit Ventil

FFP3 – Atemluft geht ungefiltert hinaus

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Berlin -

Welchen Schutz bietet eine Atemmaske und wie sinnvoll ist das prophylaktische Tragen? Diese und ähnliche Fragen beantworten Apotheker und PTA momentan beinahe täglich. Da das eingebettete Ventil die Ausatemluft des Trägers jedoch ungefiltert hindurchfließen lässt, sollten diese FFP2- und FFP3-Masken nicht von Infizierten getragen werden.

Generell gibt es zwei Arten von Schutzmasken: Den einfachen medizinischen Mundschutz – auch OP-Mundschutz genannt – und Atemschutzmasken mit verschiedenen FFP-Klassen. Seit kurzem sind aufgrund des Mangels an Masken auch viele selbstgenähte Mund-Nasen-Schutze im Umlauf, diese können in ihrer Schutzwirkung aktuell nicht abschließend bewertet werden. Das Max-Planck-Institut hat nun erste Untersuchungen an verschiedenen alltäglichen Materialien (darunter Baumwollstoff, Vlies und Kaffeefilter) vorgenommen.

Ventil nur One-Way

Die eingesetzten Filterventile funktionieren nur in eine Richtung: „Es wird nur die eingeatmete Luft mit der angegebenen Filterklasse gefiltert“, teilt eine Sprecherin des Unternehmens 3M mit, „Infizierte sollten diese Art von Schutzmaske nicht tragen, da die in der Atemluft enthaltenen Keime in die Umgebungsluft gelangen können.“ Infizierte müssen sich aktuell in Isolation begeben, für mindestens 14 Tage.

Das Verlassen der Wohnung mit Atemschutzmaske senkt somit das Infektionsrisiko für andere Personen nicht. Von einer Nutzung einer „Doppel-Maske“ rät 3M ab: „Das Tragen eines medizinischen Mundschutzes über einer FFP3-Maske kann mitunter gefährlich werden. Es kann unter dem Vlies zu einer CO2-Anreicherung kommen.“ Der Träger würde somit vermehrt Kohlendioxid einatmen und zu wenig Sauerstoff. Als Folge könnten Benommenheit eintreten. Da es sich bei Covid-19 um eine Infektion handelt, die die Lunge schwächt, sollte von dieser Technik dringend abgesehen werden.

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