BfArM ordnet Höchstmengen an

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Berlin - Die Hamsterkäufe sorgen für eine angespannte Liefersituation. Akutpatienten können nicht versorgt werden, weil bestimmte Produkte ausverkauft sind. Nachdem in den Nachbarländern bereits drastische Beschränkungen eingeleitet wurden, hat auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) per Anordnung einen Höchstbedarf innerhalb der Lieferkette festgelegt.

Laut BfArM findet aktuell bei „einzelnen Marktteilnehmern“ eine übermäßige Bevorratung mit Arzneimitteln statt, die in direkter Folge zu einer Ungleichverteilung führt. Um dem entgegenzuwirken, werden Hersteller und Großhändler mit einer „Allgemeinen Anordnung an die pharmazeutischen Unternehmer und die pharmazeutischen Großhändler zur Lagerhaltung und bedarfsgerechten Belieferung von Humanarzneimitteln (Kontingentierung)“ aufgefordert, Arzneimittel nicht über den normalen Bedarf hinaus zu beliefern.

Zur Sicherstellung einer bedarfsgerechten Arzneimittelversorgung sei eine Belieferung in folgendem Umfang einzuhalten:

Öffentliche Apotheken

Großhändler und Hersteller hätten eine ordnungsgemäße Versorgung der Apotheken zur gesetzlichen Mindestbevorratung von einer Woche gemäß § 15 Abs. 1 ApBetrO sicherzustellen. Die Belieferung mit Arzneimitteln soll auf der Basis der Abgabemengen des Vorjahres erfolgen; in begründeten Fällen könne davon abgewichen werden, sofern dies zur Sicherstellung der gesetzlichen Mindestbevorratung erfolge und nicht der Überbevorratung diene.

Krankenhausapotheken und krankenhausversorgende Apotheken

Bei Arzneimitteln, die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie angewendet werden, soll die Bevorratung laut BfArM den durchschnittlichen Bedarf von acht Wochen nicht überschreiten. Für alle anderen Arzneimittel soll die Bevorratung den durchschnittlichen Bedarf von vier Wochen nicht überschreiten.

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