Engpässe befürchtet: EU appelliert an Hersteller

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Berlin - Aus Sorge vor Engpässen bei wichtigen Arzneimitteln hat die EU-Kommission einem Medienbericht zufolge die europäischen Hersteller aufgefordert, die Produktion hochzufahren. Dies berichtet die „Welt“ aus einem Brief von Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides an mehrere europäische Pharmaverbände.

Gerade in deutschen Kliniken könnten wichtige Medikamente knapp werden, zitiert das Blatt aus einem Anhang des Schreibens. Schon für die kommenden Tage befürchteten die Krankenhäuser Engpässe etwa bei Anästhetika und Beruhigungsmitteln wie Fentanyl, Propofol, Ketamin, Lorazepam und Morphin. Insgesamt gehe es um 47 in der Intensivmedizin benötigte Wirkstoffe.

Schwer an Covid-19 erkrankte Patienten, die auf Intensivstationen an Beatmungsgeräte angeschlossen sind, benötigen dem Bericht zufolge bis zu 50 verschiedene Medikamente, darunter Beruhigungsmittel und Wirkstoffe, die bei der Intubation eingesetzt werden. Ersatzwirkstoffe hätten teils Nebenwirkungen.

Von der EU-Kommission war am Dienstagabend auf Anfrage zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

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