Lieferkettengesetz rückt näher – Unternehmen antworten GroKo nicht

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Berlin - Die Bundesregierung will, dass deutsche Unternehmen die Standards bei Menschenrechten auch bei ihren Zulieferern im Ausland beachten. Doch das Prinzip Freiwilligkeit gerät nach einer neuen Befragung unter Druck. Viele Unternehmen antworten der Regierung nicht einmal.

Deutsche Unternehmen haben Erwartungen der Bundesregierung an Menschenrechts- und Sozialstandards in ihren Lieferketten erneut nicht erfüllt. Das ist nach dpa-Informationen vom Dienstag das Ergebnis einer zweiten Fragerunde, die die Regierung unter rund 7300 betroffenen großen Firmen organisiert hat. Damit wird eine gesetzliche Verpflichtung zur Einhaltung der Standards wahrscheinlicher.

Um Auskunft gebeten worden waren 2250 Unternehmen. Davon antworteten diesmal erneut nur 455. Zum Zeitpunkt der Erhebung 2020 haben demnach „deutlich weniger als 50 Prozent der Unternehmen” mit Sitz in Deutschland und mehr als 500 Beschäftigten die menschenrechtliche Sorgfalt in ihre Unternehmensprozesse angemessen integriert, und zwar so, wie es im Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) beschrieben ist, heißt es.

Die Ergebnisse der Erhebung 2020 weichen demnach zwar von den Ergebnissen der Erhebung 2019 ab. Es lasse sich jedoch bereits jetzt feststellen, dass sich die Gruppe der „Erfüller” im Vergleich zu 2019 in ihrer Größenordnung „nicht maßgeblich verändert hat”. Im vergangenen Jahr hatten etwa 20 Prozent die Vorgaben erfüllt.

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