Covid-19: Handlungsempfehlungen für Risikogruppen

, Uhr
Berlin -

Momentan geht man davon aus, dass vier von fünf Infektionen mit SARS-CoV-2 sanft verlaufen – zum Teil soll eine Infektion mit dem Coronavirus sogar symptomlos verlaufen. Infizierte, bei denen die Erkrankung einen schweren Verlauf annimmt, sind meist bereits älter oder leiden unter chronischen Erkrankungen. Insbesondere Menschen, die Immunsupressiva einnehmen, sollten die risikominimierenden Maßnahmen berücksichtigen.

Rund 20 Prozent der Corona-Infektionen verlaufen nicht komplikationslos. Erkrankte, bei denen Covid-19 einen schweren Verlauf annimmt, sind häufig chronisch krank. Insbesondere Immunsupprimierte sollten die empfohlenen risikominimierenden Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsrisikos umsetzen. Virusinfektionen führen häufig zu einer Verschlechterung des Allgemeinbefindens bei Chronikern. Virusinfektionen, die die Atemwege angreifen, stellen eine hohe Belastung für den Organismus dar, neben der Lungenfunktion kann sich auch die kardiovaskuläre Leistung bei bestimmten Grunderkrankungen verschlechtern. Neben SARS gehören auch MERS oder Influenza zu den Viren, die Atembeschwerden auslösen.

Rheuma

Die Deutsche Rheuma-Liga informiert Patienten aktuell über das potentiell erhöhte Infektionsrisiko für Covid-19 bei bestehender Autoimmunerkrankung. Patienten mit entzündlichem Rheuma sind zum einen durch die Grunderkrankung an sich und auch durch die bestehende Medikation einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Da es sich bei SARS-CoV-2 um ein neu aufgetretenes Virus handelt, kann die Rheuma-Liga auf zahlreiche Fragen noch keine ausreichenden Antworten liefern.

Eine bestehende immunsuppressive Therapie sollte keinesfalls ohne ärztliche Rücksprache abgesetzt werden. Bei bestätigten Infektionen durch den Hausarzt sollten Betroffene umgehend telefonischen Kontakt zum behandelnden Rheumatologen aufnehmen. Zu den eingesetzten Immunsuppresiva gehören unter anderem Kortisone, Methotrexat, Biologika und JAK-Inhibitoren.

  • Kortisone: Triamcinolon, Deflazacort, Prednisolon, Methylprednisolon, Fluocortolon, Betamethason, Dexamethason, Cloprednol
  • JAK-Inhibitoren: Tofacitinib, Baricitinib, Upadaticinib
  • Biologika: Adalimumab, Etanercept, Infliximab, Certolizumab, Abatacept, Canakinumab, Belimumab, Rituximab, Secukinumab, Ustekinumab, Tocilizumab

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema
Mehr aus Ressort
Suspension und Kapseln
Sildenafil in der Pädiatrie »
„Der Betriebsablauf darf nicht gestört werden“
Angestellte abwerben: Das ist nicht erlaubt »
Weiteres
Genossenschafts- statt Privatbank
Neuer Vorstandschef für Apobank»
Kein Umverpacken wegen Securpharm
Reimporte: Überkleben bis zur Schmerzgrenze»
Suspension und Kapseln
Sildenafil in der Pädiatrie»
„Der Betriebsablauf darf nicht gestört werden“
Angestellte abwerben: Das ist nicht erlaubt»
Dosierung, bedenkliche Stoffe, Preis
Retaxgefahr Rezeptur»
Rechtliche und pharmazeutische Aspekte
Grauzone: Abgabe von mehreren OTC-Packungen»