Rheuma: Entwarnung mit Einschränkungen

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Berlin -

Menschen mit rheumatischen Erkrankungen gelten als Risikogruppe für Covid-19. Bereits zu Beginn der Pandemie wurden erste Verhaltens- und Therapieempfehlungen herausgegeben. Nun gibt es neue Erkenntnisse woraufhin die Empfehlungen von der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e. V. (DGRh) aktualisiert wurden.

Zu Beginn der Corona-Pandemie herrschte extrem viel Unsicherheit. Weder das Virus noch die davon ausgelöste Covid-19-Erkrankung waren gut erforscht. Viele Patienten mit Vorerkrankungen waren dementsprechend verunsichert. Fachgesellschaften wollten deshalb Empfehlungen aussprechen – meist beliefen sich diese jedoch auf allgemeine Erkenntnisse, wie beispielsweise der Infektanfälligkeit von Rheumapatienten.

Neue Daten, neue Empfehlungen

Mittlerweile sind einige Monate vergangen und es liegen verschiedene Fallberichte, Registerdaten und Studien vor, die genauere Aussagen zu den Erkrankungsrisiken von Menschen mit Rheuma erlauben. Daher hat die DGRh ihre Empfehlungen aktualisiert. Im Fokus stehen dabei sowohl präventive Maßnahmen wie auch der Umgang mit den wichtigsten Rheumatherapien.

Obwohl mittlerweile mehr Daten vorliegen als zu Beginn der Pandemie, sei die Evidenz der Behandlungsempfehlungen jedoch nicht so belastbar wie sonst üblich. „Es liegt bei einem so jungen und dynamischen Geschehen wie der Covid-19-Pandemie in der Natur der Sache, dass zum Beispiel noch keine randomisiert-kontrollierten Studien vorliegen“, erklärt Professor Dr. Christof Specker, Direktor der Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie am Klinikum Essen-Mitte und Sprecher der Ad-hoc Kommission COVID-19-Register der DGRh. Die Empfehlungen sollen daher weiterhin regelmäßig aktualisiert und angepasst werden.

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