Wegen Corona: EMA sorgt sich um Rheumatiker

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Berlin -

Chloroquin und Hydroxychloroquin gehören zu den Hoffnungsträgern in der Covid-19-Therapie. Doch die Wirksamkeit der Arzneistoffe gegen das Coronavirus muss erst noch in Studien nachgewiesen werden. Ein Off-Label-Use in großem Umfang könnte die Arzneimittelversorgung von Patienten mit Lupus oder Rheumatoider Arthritis (RA) gefährden, fürchtet die Europäische Arzneimittelagentur (EMA).

Chloroquin und Hydroxychloroquin sind hierzulande zur Behandlung und Prophylaxe von Malaria sowie zur Therapie bestimmter Autoimmunerkrankungen wie Rheumatoider Arthritis und Lupus erythematodes zugelassen. In der Lupus-Leitlinie werden keine Behandlungsalternativen zu Hydrocychloroquin angeführt.

Um die Versorgung dieser Patienten sorgt sich die Deutsche Rheuma-Liga, wenn Chloroquin und der Metabolit Hydroxychloroquin massenhaft bei Covid-19-Patienten genutzt werden. „Die Deutsche Rheuma-Liga blickt mit großer Sorgfalt auf mögliche Versorgungsengpässe mit Medikamenten in Europa.“ Man habe bereits Meldungen erhalten, dass Hydroxychloroquin für Lupus-Patienten nicht mehr zu erhalten sei.

Wie die Deutsche Rheuma-Liga mitteilt, hat die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) bereits Kontakt zu den Hydroxychloroquin-Herstellern aufgenommen und zusätzliche Maßnahmen in die Wege geleitet, die die Versorgung von Rheumapatienten sicherstellen sollen. „Bei Lieferschwierigkeiten können sich Apotheker nun direkt an die Hersteller wenden.“

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