Abda zum ApoVWG

„Echte Apothekenstärkung lässt auf sich warten“

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Berlin -

Zwar werde die Rolle der Apotheken in der Gesundheitsversorgung durch die Ausweitung des Impfangebots und pharmazeutischer Dienstleistungen (pDL) gestärkt, kommentiert Abda-Präsident Thomas Preis den Beschluss zum Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) im Bundestag. Er warnt jedoch vor einem anhaltenden Apothekensterben, das nur durch die im Koalitionsvertrag versprochene Honorarerhöhung gestoppt werden könne. „Aber noch immer ist keine entsprechende Verordnung verabschiedet worden“, so Preis.

„Blutentnahmen, Impfungen und weitere pharmazeutische Dienstleistungen in den Apotheken helfen den Patientinnen und Patienten unmittelbar und tragen zur Entlastung des Gesundheitssystems bei“, so Preis. Die neuen Aufgabenfelder stärken die Rolle der Apotheken, aber mit 16.541 Betriebsstätten wurde ein neuer Tiefstand erreicht. Seit 2013 musste jede fünfte Apotheke schließen.

„Um das Apothekensterben endlich zu stoppen, brauchen wir dringend die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Erhöhung des Honorars auf 9,50 Euro“, appelliert Preis. „Aber noch immer ist keine entsprechende Verordnung verabschiedet worden.“ Die diskutierte stufenweise Erhöhung des Fixums in zwei Schritten bezeichnet Preis als „gefährliche Verzögerung der Apothekenstärkung“. Immer mehr Menschen würden ihre wohnortnahe Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung verlieren, wenn die Politik jetzt nicht handele. „Eine verantwortungsvolle Gesundheitspolitik darf nicht länger zuschauen und zögern, sondern muss die Apotheken jetzt sofort stabilisieren.“

Das Apothekenhonorar sei seit 2013 nicht an die wirtschaftliche Gesamtentwicklung angepasst worden – und verharre bei 8,35 Euro. Stattdessen solle der Apothekenabschlag erhöht werden. Dies entspreche einer Kürzung des Apothekenhonorars. Der Entwurf des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes sieht vor, den Apothekenabschlag von 1,77 auf 2,07 Euro pro rezeptpflichtigem Arzneimittel zu erhöhen.

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