Zusammenhalt unter Kollegen

Überleben im kleinen Team APOTHEKE ADHOC, 29.03.2019 10:57 Uhr

Berlin - Nicht jede Apotheke kann sich ausreichend Fachpersonal leisten. Gerade Apothekenmitarbeiter auf dem Land sind daran gewöhnt, in kleinen Teams zu arbeiten. Der Arbeitsplan ist streng geregelt und Urlaub sowie Fortbildung sind oft mit Überstunden für die verbliebenen Kollegen verbunden. Wenn sich noch jemand krank meldet, gerät der eine oder andere in Bedrängnis. Das Arbeiten mit einer überschaubaren Anzahl an Kollegen hat aber durchaus Vorteile. Hier einige Tipps.

Tipp eins: Gute Planung. Ein Minimum an Personal muss nicht bedeuten, ein Minimum an Produktivität zu bieten. Tatsächlich gelten Apothekenmitarbeiter als äußerst fleißig und gewissenhaft. Die verschiedenen Aufgaben wie Handverkauf, Rezeptur und Warenwirtschaft sollten aber klar verteilt werden. Es bietet sich an, jedem Mitarbeiter eine oder mehrere Tätigkeiten zu übergeben, für die er zuständig ist. So trägt jeder etwas zur Produktivität der Apotheke bei und der Betrieb läuft insgesamt flüssiger, weil es für jeden Aufgabenbereich einen entsprechenden Ansprechpartner gibt. Wenn jeder im Team bereit ist, Dienste zu tauschen, stellen spontane oder geplante Ausfälle oft kein großes Problem dar.

Tipp zwei: Fort- und Weiterbildung für alle. Natürlich ist es nicht möglich, mehr als einen Mitarbeiter zu Fortbildungen zu schicken. Doch alle Angestellten können davon profitieren, wenn sie sich untereinander austauschen. Auch In-House-Schulungen sind für kleine Apotheken sehr praktisch, weil sie nur wenige Minuten dauern und vor Ort stattfinden. Viele Firmen bieten mittlerweile auch e-Learnings an.

Tipp drei: Niemand muss alles wissen. Die Kollegin, die die meisten Kosmetikfortbildungen besucht hat, ist nicht da? Der Kollege, der die Kompressionsstrümpfe angemessen hat, ist im Urlaub? Und jetzt kommt ein Kunde mit einer Frage... Nicht in Panik geraten. Gerade in kleinen Teams sucht sich in der Beratung oft jeder das, was ihm am ehesten liegt und interessiert und schult sich dahingehend. Natürlich ist es am besten, wenn jeder sein Wissen mit den anderen teilt. Es spricht jedoch nichts dagegen, Kunden mit speziellen und zeitaufwändigen Fragen zu bitten, an einem anderen Tag wieder zu kommen, wenn der „Experte“ da ist.

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