Reisezeit in der Apotheke

Fünf Tipps für Urlaub ohne Chaos Eva Bahn, 28.06.2019 11:37 Uhr

Berlin - Er ist bekanntlich die schönste Zeit des Jahres, und die meisten Menschen freuen sich schon Wochen vorher auf ihn: Jahresurlaub. Bevor es richtig losgehen kann mit Sightseeing, Bergwandern oder Badeurlaub sollten jedoch einige Dinge in der Apotheke geregelt sein, damit dort kein Chaos ausbricht. Woran genau sollte im Vorfeld bei der Arbeit gedacht werden, wenn man sich längere Zeit auf Reisen begibt?

Tipp 1: Aktionen vorbereiten
Wer in der Apotheke gerne Aktionen durchführt, kann dies auch für die Ferienzeit planen. Das Wichtigste ist, alle benötigten Materialien rechtzeitig zu bestellen und die Kollegen optimal zu briefen. Dazu muss man auch bereit sein, einmal die Zügel aus der Hand zu geben. Sind die Kunden daran gewöhnt, dass Aktionen häufiger stattfinden, so sollte man diese nicht aussetzen, nur weil ein Teammitglied im Urlaub ist. Ohnehin ist es wenig sinnvoll, die komplette Last für Sonderaktionen immer auf eine einzige Person zu legen. Eine gute Planung beinhaltet hier eine „To-do-Liste“ für alle, die die Aktion später durchführen sollen.

Tipp 2: Kundenversprechen einhalten
Sichert man einem Kunden beispielsweise zu, sich um ein Medikament zu kümmern, das nicht lieferbar ist, so sollte das eingehalten werden. Dazu ist eine umfassende Übergabe unabdingbar. Alles was mit den Kunden abgesprochen wurde, muss schriftlich festgehalten und den Kollegen mitgeteilt werden. Das ist übrigens nicht nur in der Urlaubszeit wichtig. Niemand kann sicher sagen, ob er nicht einmal krank wird oder aus anderen Gründen fehlt. Auch dann würden einmal gemachte Versprechen dem Kunden gegenüber nicht eingehalten, und das fällt auf den gesamten Betrieb zurück. Daher ist ein festes Übergabeprotokoll sinnvoll, das neben dem Namen und der Telefonnummer des Kunden auch Platz für Besprochenes enthält. Sinnvoll ist es ebenfalls, sich hier zu notieren, wer sich bis wann darum kümmern soll.

Tipp 3: Rezeptur checken
Fährt die Person in Urlaub, die für die Rezeptur verantwortlich ist, so sollten im Vorfeld einige Punkte abgearbeitet werden. Sind noch genügend Etiketten vorhanden? Ist der Vorrat an Wirkstoffen und Grundlagen ausreichend, und wie sieht es mit den Behältnissen aus? Ist das Gefahrstoffverzeichnis auf dem neuesten Stand, falls der Pharmazierat zu Besuch kommt? Sind die Verfalllisten kontrolliert und die Hygienepläne vorbereitet? Gibt es komplizierte Rezepturen wie beispielsweise Kapseln für Säuglinge, die die Kollegen vielleicht lange nicht mehr hergestellt haben? Oder eine Lösung, bei der es wichtig ist, die Reihenfolge der Inhaltsstoffe einzuhalten, damit nichts ausfällt? Dann ist eine rechtzeitige Einweisung dringend nötig. Auch hier wäre eine schriftliche Übergabeliste mit allen Problemrezepturen sinnvoll.

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