Rechenzentren fordern Kassen-Vorschuss

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Berlin - Die Rechenzentren sorgen sich um eine drohende Finanzierungslücke bei den Apotheken. Ihr Bundesverband (VDARZ) bittet den Deutschen Apothekerverband (DAV) daher nach Informationen von APOTHEKE ADHOC jetzt, mit dem GKV-Spitzenverband einige Erleichterungen auszuhandeln.

Gestern Abend haben sich die im VDARZ zusammengeschlossenen Rechenzentren zusammengesetzt – natürlich in einer Video-Konferenz – und die aktuelle Lage besprochen. Die gute Nachricht zuerst: Derzeit können die Rechenzentren ihre Arbeit noch normal erledigen können. „Die in einigen Bundesländern schon auf Stadt- oder Kreisebene erfolgten Ausgangssperren bringen allerdings großen Anlass zur Sorge“, heißt es in dem Schreiben.

Jetzt bittet der Vorstand des VDARZ die ABDA und den DAV, sich in ihren Gesprächen mit dem GKV-Spitzenverband für verschiedene Anliegen einzusetzen:

Die Kostenträger sollen eine Zahlung auf Basis der durchschnittlichen Vormonatswerte – zum Beispiel die vergangenen drei Monate – und einer Hochrechnung auf den aktuellen Stand der im Krisenfall produktionsfähigen Rechenzentren vornehmen. Die Hochrechnung hält man beim VDARZ für wichtig, weil sich der Arzneimittelumsatz gegenüber den Vormonaten massiv verändern kann, „und dann eine Finanzierungslücke bei den Apotheken entstehen könnte“. Und weiter: „Angesichts der derzeitigen Aktivitäten in den Apotheken, hält der VDARZ dies für wahrscheinlich.“

Angesichts möglicher Ausfälle in den Rechenzentren sei es zudem mehr als sinnvoll, „die Aussetzung der Abrechnungsfrist und im Falle einer verspäteten Rechnungslegung, durch die Mitgliedsunternehmen, die Verkürzung des Zahlungszieles zu erreichen“.

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