Trotz Corona: „Uneingeschränkt leistungsfähig“ | APOTHEKE ADHOC
Rechenzentren geben Entwarnung

Trotz Corona: „Uneingeschränkt leistungsfähig“

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Berlin -

Die Rechenzentren der Apotheken geben Entwarnung: Eine Umfrage unter den Mitgliedern des Branchenverbands VDARZ hat ergeben, dass alle Häuser „uneingeschränkt leistungsfähig“ sind. Zuvor hatte der Verband vor den Folgen einer Unterbrechung der Rezeptabrechnung wegen der Corona-Krise gewarnt.

Der Vorstand des Bundesverbands Deutscher Apothekenrechenzentren (VDARZ) hatte bei den Mitgliedern abgefragt, wie die Abrechnung der Rezepte für März verlaufen ist, wie die Erwartungshaltung für die Abrechnung der April-Rezepte ist und ob erhöhte Aufgaben bei der Personalplanung und/oder durch Behörden oder sonstige Prozesse im Zusammenhang mit der Pandemie aufgetreten sind.

12 der 14 Mitglieder nahmen an der Befragung teil. Ergebnis: Bei keinem Rechenzentrum sind nennenswerte Probleme aufgetreten, die März-Abrechnung sei planmäßig verlaufen, dasselbe werde für April erwartet. Pandemiebedingte Personalplanungseinschränkungen lägen nur in einem sehr geringen Maße vor. Behördliche Auflagen oder damit zusammenhängende Einschränkungen habe es nicht gegeben.

Der Vorstand des VDARZ zeigt sich mit diesem Ergebnis sehr zufrieden. Die Apothekenrechenzentren seien auch in schwierigen Situationen äußerst leistungsfähig. „Durch diese Umfrage und deren Ergebnis wird erst die Stärke des Verbandes klar. Der Verband kommt damit seiner Fürsorgepflicht gegenüber seinen Mitgliedern und gegenüber der Gesellschaft nach, die auf leistungsfähige, nämlich unter anderem liquide Apotheken vertrauen darf“, so Vorsitzender Werner Dick.

Mitte März hatte der Verband vor möglichen Folgen eines Ausfalls der Rezeptabrechnung infolge der Corona-Krise gewarnt. Das hätte „lawinenartige Auswirkungen“ auf das gesamte Gesundheitswesen. Deshalb müsse der Bereich als kritischen Versorgungsdienstleistung eingestuft werden, so die Forderung des Verbands.

In der Folge wurden Gespräche mit dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) und dem GKV-Spitzenverband geführt. Von beiden Seiten gab es Entwarnung. Die für die nötige Liquidität der Apotheken erforderlichen Abschlagszahlungen werde man im Auge behalten, so die Versicherung. Die Kassen hätten demnach auch gezahlt, wenn es bei der Rezeptabrechnung aufgrund der Corona-Krise zu Verzögerungen gekommen wäre. Damit wurde den Rechenzentren zumindest indirekt die Systemrelevanz bescheinigt.

 

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