Rahmenvertrag: 120 Millionen Euro Retaxrisiko

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Berlin - Mit der Umsetzung des neuen Rahmenvertrags haben sich viele Apotheken offenbar sehr schwergetan. Das geht aus einer internen Aufstellung des privaten Rechenzentrums AvP hervor. Spätestens in diesem Monat nach Ende der Friedenspflicht sollten die Apotheker die neuen Vorgaben einhalten – sonst könnten massenhaft Retaxationen drohen.

AvP hat sich die erste Juli-Abrechnung genauer angesehen und viele Rezepte „gerettet“. Den potenziellen Schaden beziffert das Rechenzentrum insgesamt auf 1,1 Millionen Euro. Hochgerechnet auf alle Apotheken entspreche das einem Retaxrisiko von 120 Millionen Euro für das ganze Jahr. Denn den Apothekern drohe bei Nichtbeachtung des Rahmenvertrags die Nullretaxtaion.

„Wir prüfen, ob einer der vier preisgünstigsten Artikel abgegeben wurde“, so AvP-Vorstand Tobias Wölk. Mit dem ScanAdhoc Zusatzmodul Pharma-Control sei auch die Einhaltung des Preisankers überprüfbar. Die Mehrzahl der Kassen hatte für den Startmonat Juli noch eine Freidenspflicht ohne Retaxationen vorgesehen, spätestens seit Anfang August sollten sich die Apotheker aber auf die neuen Vorgaben eingestellt haben.

Nichtverfügbarkeit, pharmazeutische Bedenken oder dringender Fall sind nur einige Gründe, warum in Ausnahmefällen von der Abgaberangfolge abgewichen werden kann. Auch nach Inkrafttreten des neuen Rahmenvertrags ist es weiterhin möglich, unter Angabe der Sonder-PZN 02567024 und des entsprechenden Faktors den Patienten zu versorgen. Im Apotipp zum Rahmenvertrag ist die Bedeutung der neuen Faktoren erklärt.

APOTHEKE ADHOC Debatte

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