„Wie kann ich die lästigen Anrufe aus der Apotheke vermeiden?“

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Berlin - Dass seit 1. Juli der neue Rahmenvertrag in Kraft ist, ist inzwischen auch bei den Ärzten angekommen – zumindest in Sachsen. Die regionale Kassenärztliche Vereinigung (KV) informiert die Kollegen, wie sich die „lästigen Anrufe aus der Apotheke vermeiden“ lassen.

Weil sich bei der KV Sachsen die Rückfragen zum Rahmenvertrag gehäuft haben, klärt diese die Kollegen in den Praxen auf und gibt Tipps für ein gutes Verordnungsverhalten. Eigentlich eine gute Idee, aber die Überschrift ist eine „Frechheit“ ärgern sich die Apotheker. Einige Unklarheiten bei der Rezeptverordnung konnten bislang nur mit Gegenzeichnung des Arztes beseitigt, künftig können Apotheken diese telefonisch klären. Aber immerhin; die „lästigen Anrufe aus der Apotheke“ lassen sich vermeiden. Wie, erklärt die KV an einem Beispiel.

Zu allererst gibt die KV Entwarnung. „Wenn Sie ein Arzneimittel verordnen, können Sie sicher sein, dass in der Apotheke kein Arzneimittel abgegeben wird, was teurer ist, als das von Ihnen verordnete.“ Sei jedoch kein preiswertes Arzneimittel lieferbar, müsse die Apotheke den Arzt telefonisch informieren. „Vorrangig ist jedoch die Abgabe eines Rabattarzneimittels. Wenn allerdings kein preiswerteres Produkt verfügbar ist, muss die Apotheke Sie telefonisch darüber informieren.“

So will es der Rahmenvertrag: Die Apotheke muss die Abgaberangfolge beachten, Vorrang hat stets der Rabattvertrag. Die vier preisgünstigsten Arzneimittel sind abzugeben, wenn kein Rabattvertrag vorliegt oder der Rabattpartner nicht lieferbar ist. Das abgegebene Arzneimittel darf jedoch nicht teurer sein als das verordnete, denn dieses stellt die Preisobergrenze dar.

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