Neueinführung: Das Doci-Talki

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Berlin -

Nicht da, Engpass, nicht verfügbar, kommt bald wieder. Nummer 5 wäre zu haben, ist aber zu teuer. Also: Anruf in der Arztpraxis. PTA Susi kann durchs Telefon spüren, wie die Sprechstundenhilfe auf der anderen Seite der Leitung mit den Augen rollt. Freigabe gönnerhaft erteilt, Patient versorgt, der nächste bitte. Damit dieses Elend ein Ende hat, hat die Firma frameContract ein geniales Gerät erfunden: das Doci-Talki.

Der Hersteller wirbt damit, dass sich die meisten Probleme bei der Umsetzung des neuen Rahmenvertrags quasi per Knopfdruck lösen lassen. Direkte Kommunikation mit dem Arzt, damit jede Unklarheit schnell und unkompliziert aus der Welt geschafft werden kann. Einmal angefunkt, schon die Freigabe für das immerhin 2 Cent teurere Ausweichpräparat. Ein Traum!

Das Starterpaket besteht aus nur zwei Geräten – für den Apotheker und den Hausarzt um die Ecke. Für viele Inhaber dürfte sich aber das „Vollversorgerpaket“ lohnen, mit 1+5 Endgeräten, um mit allen relevanten Praxen im Umkreis rund um die Uhr Kontakt aufnehmen zu können. Praktisch: Die Ärzte lassen sich auf dem Gerät der Apotheke als einzelne Kanäle abspeichern, so dass über einen Tastendruck gleich der richtige Doc erreicht wird. Die Kosten übernimmt planungsgemäß die Apotheke, das hat sich so eingespielt zwischen den Berufsgruppen.

Kann sich aber schnell lohnen, denn sogar Retaxationen lassen sich über das Doci-Talki bannen, versprechen die Macher von frameContract. Denn das „Go“ des Arztes wird abgespeichert. Der Apotheker muss sein Gerät nur abends einmal am PC auslesen und alle Änderungen auf der Verordnung können automatisch in die EDV übernommen.

Geheimtipp: Arzt und Apotheker müssen nicht einmal miteinander reden: Wenn der Arzt vom Apotheker angefunkt eine vorher abgespeicherte Tasten Kombination drückt, gilt die Bewilligung als erteilt. Das wird zwar von den Machern nicht offiziell empfohlen, aber wo keine Klägerkasse, da kein Richter. Also, viel Spaß damit. Nur eins kann das Doci-Talki leider nicht: Arzneimittel besorgen, die nicht lieferfähig sind. Tipps dazu in der aktuellen Podcast-Episode WIRKSTOFF.A.

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