PTA beklagt Hygiene-Missstände

, Uhr aktualisiert am 06.12.2017 15:38 Uhr

Klein habe S. fast jeden Tag in Straßenkleidung im Labor gesehen, schreibt Correctiv. Auf dem Linoleumboden des Labors seien nach der Arbeit des Apothekers häufig Pfützen von Wirkstoffen zu finden gewesen. „Im Wischmob, mit dem wir das Labor reinigten, waren zahlreiche Hundehaare“, sagt Klein weiter. Und dass ein Mitarbeiter mit dem Kürzel von S. die Herstellungsprotokolle von Antikörpertherapien unterzeichnete.

Außerdem fragte der Richter, ob Klein Kontakt mit Pharmavertretern gehabt habe. Sie erinnere sich an einen Vertreter von Hexal, den sie einmal kurz gesehen habe. Er habe aber keine Wirkstoffe dabei gehabt. „Kein Mensch transportiert gerne Zytostatika im eigenen Kofferraum“, zitiert Correctiv die PTA. Die Verteidiger hatten argumentiert, S. habe Medikamente aus dem Kofferraum gekauft. Der Generikakonzern wies das prompt zurück.

„Schnell war eines der Worte, die täglich in der Apotheke fielen. Schnell, schnell, schnell.“ Das System sei streng hierarchisch gewesen, sodass niemand sich traute etwas zu sagen, zitiert Correctiv die Zeugin. Laut Klein hatte die Mutter von S., der heute die Apotheke wieder gehört, früher ganz normal im Betrieb gearbeitet. Sie kontrollierte demnach hochpreisige Rezepte. Auch der Vater von S. sei sporadisch in der Apotheke gewesen.

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