Nacht- und Notdienstfonds

Neuer Rekord für die Notdienstpauschale APOTHEKE ADHOC, 14.06.2018 15:07 Uhr

Berlin - Mit der Notdienstpauschale geht es weiter bergauf: Erstmals ist der Betrag über 290 Euro gestiegen. Für jeden geleiteten Notdienst im ersten Quartal des Jahres erhalten die Apotheker 291,78 Euro – 4,16 Prozent mehr als im Vorquartal. Das hat der Geschäftsführende Vorstand des Deutschen Apothekerverbands (DAV) gestern beschlossen.

Es ist die höchste für den Notdienst ausgezahlte Summe, seit es den Nacht- und Notdienstfonds (NNF) gibt. Der bisherige Rekord lag im gleichen Vorjahresquartal: Anfang 2017 war der Betrag mit 286,51 Euro ähnlich hoch. Das lag zum Teil am selben Grund wie in diesem Jahr, nämlich dem Arbeitstageeffekt: Es gab von Januar bis März zwei Notdiensttage weniger als im vorherigen Quartal.

Allerdings ist auch die Abgabemenge relevanter Arzneimittel „erwartungsgemäß, aber überproportional“ um 1,41 Prozent gestiegen, wie der DAV berichtet. Im letzten Quartal 2017 betrug die Pauschale noch 280,12 Euro, also 11,66 Euro weniger.

Für jede zu Lasten der Krankenkassen abgegebene Rx-Packung fließen 16 Cent in den Nacht- und Notdienstfonds (NNF). Die Gesamtsumme wird durch die Anzahl der geleisteten Notdienste geteilt. Dieser Betrag wird für jeden Notdienst an die Apotheken ausgeschüttet.

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