Nacht- und Notdienstfonds

565 Millionen Euro für Notdienste Lothar Klein, 31.07.2018 14:26 Uhr

Berlin - Fünf Jahre nach seiner Gründung am 1. August 2013 hat der Nacht- und Notdienstfonds des Deutschen Apothekerverbands (DAV) insgesamt über eine halbe Milliarde Euro an die Apotheken ausgeschüttet: Mit insgesamt 565 Millionen Euro wurden 2,05 Millionen Nacht- und Notdienste der mehr als 19.000 Apotheken finanziell bezuschusst, um die flächendeckende Arzneimittelversorgung rund um die Uhr und gerade auch in strukturschwachen Regionen zu stärken. Pro geleistetem Volldienst zwischen 20 Uhr abends und 6 Uhr morgens ergibt sich daraus über die fünf Jahre eine durchschnittliche Pauschale von 269 Euro.

Die Finanzierung des Fonds über einen Festzuschlag pro rezeptpflichtigem Arzneimittel in Höhe von 16 Cent erbrachte bei 3,5 Milliarden Packungen eine Gesamteinnahme von 565 Millionen Euro. Bei einer Verwaltungskostenquote von 1,7 Prozent (11 Millionen Euro über fünf Jahre) konnten von den Einnahmen deshalb 554 Millionen Euro direkt an die Apotheken ausgezahlt werden.

Mit dem Apothekennotdienstsicherstellungsgesetz (ANSG) war der Fonds im Jahr 2013 unter die Aufsicht des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und unter die Verwaltung des DAV gestellt worden. Die Landesapothekerkammern bestätigen dem Fonds jeweils die angeordneten und tatsächlich geleisteten Notdienste. Jede Nacht, jeden Sonn- und Feiertag versorgen 1300 Apotheken 20.000 Patienten.

„Wir blicken zurück auf fünf erfolgreiche Jahre, in denen wir mit viel Leidenschaft und Herzblut versucht haben, unsere Kunden – die Apotheker – nach besten Kräften zu unterstützen“, sagt Rainer Gurski, Geschäftsführer des Nacht- und Notdienstfonds. „Vor fünf Jahren begann für uns eine Zeit voller Tatendrang, Engagement und Begeisterung für die Sache. Von einer positiven Vision über eine konkrete Umsetzungsidee bis hin zu handfesten Ergebnissen verblieb nicht viel Zeit. Auf der Wegstrecke von damals bis heute hat sich das heute zwölfköpfige Team und die Partner des Fonds auf der Basis des gesetzlichen Aufgabenkatalogs, der verwaltungsrechtlichen Rahmenbedingungen und unter Beachtung des Wirtschaftlichkeitsgebotes immer wieder mit der Optimierung der Umsetzungsprozesse und der Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten befasst.“

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