Österreich

18-22 Uhr: Zuschlag für Abenddienst APOTHEKE ADHOC, 16.07.2018 12:30 Uhr

Berlin - In Österreich wurde kürzlich neben dem normalen Notdienst eine neue Dienstbereitschaft in den Abendstunden eingeführt. Damit sollen Patienten nach einem Arztbesuch nach 18 Uhr noch die Chance erhalten, am gleichen Tag ihr Arzneimittel in einer Apotheke erhalten zu können. Dazu wurde jetzt eine Neuregelung der Entlohnung von stundenweisen Bereitschaftsdiensten am Abend vereinbart.

Die Neuregelung gilt ab Juli 2018 für jene Apotheken, die abends stundenweise Bereitschaftsdienste bei geschlossener Apothekentür bis 22 Uhr leisten. Leistet eine Apotheke den gesamten Nachtdienst – also über 22 Uhr hinaus – so ergeben sich keine Änderungen, sondern gelten die bisherigen Regelungen betreffend der Abgeltung des Nachtdienstes. Wichtig ist, dass dieser Bereitschaftsdienstzuschlag nur bei „geschlossener“ Apothekentür gezahlt wird. Damit fällt der Zuschlag nicht in Apotheken an, die aus anderen Gründen ihren normalen Geschäftsbetrieb über 18 Uhr hinaus tätigen.

Für Bereitschaftsdienste am Abend, die zwischen 18 Uhr und 22 Uhr bei geschlossener Apothekentür geleistet werden, hat der diensthabende Apotheker jetzt Anspruch auf folgende pauschale Entlohnung: zwischen 18 Uhr und 19 Uhr 30 Euro, zwischen 18 Uhr und 20 Uhr 60 Euro, zwischen 18 Uhr und 21 Uhr 90 Euro und zwischen 18 Uhr und 22 Uhr 120 Euro. Alternativ zu dieser pauschalen Abgeltung in Geld kann auch Zeitausgleich im Verhältnis 1:1 pro Stunde vereinbart werden.

Angestellte Apotheker, die am Abend Bereitschaftsdienste leisten, die über 22 Uhr hinausgehen, haben Anspruch auf die bisherige pauschale Vergütung für den Nachtdienst. Dieser beträgt derzeit in Österreich 187 Euro – Grundlohn 100 Euro und Zuschlag 87 Euro. Eine Abgeltung durch Zeitausgleich des gesamten Nachtdienstes ist nur für den Grundlohn (3 Stunden), nicht jedoch für den Zuschlag zulässig. Dieser ist immer in Geld auszuzahlen.

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