Gratis-Tests: „Leider nur wenig Apotheken bereit“

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Berlin -

Mit kostenlosen Corona-Schnelltests durch geschultes Personal sollen die geplanten Lockerungen gelingen. In Potsdam wird dieses Vorhaben bereits seit Montag erprobt. Die Apotheken spielten bei der Umsetzung eine wichtige Rolle, sagt eine Sprecherin der Stadt. Allerdings hätte man sich eine größere Teilnahme erhofft.

In Potsdam sollen Infektionsketten mit Hilfe von kostenlosen Schnelltests schneller unterbrochen werden. Am ersten Tag nutzten 700 Potsdamer das Angebot – alle waren negativ. „Für den ersten Tag ist das eine gute Bilanz“, so die Sprecherin. Im Laufe der Woche werde sich die Zahl vermutlich noch erhöhen. „Mit den kostenlosen Schnelltests sollen asymptomatische Infizierte schnell identifiziert werden, die andernfalls unentdeckt bleiben, aber dennoch ansteckend sind.“

Die Teststrategie steht unter dem Motto: „Öffnen, aber sicher – Frühzeitig erkennen, um zu handeln“. Alle Potsdamer:innen können sich durch Fachpersonal kostenlos mit Antigen-Schnelltests untersuchen lassen. Der Andrang in den neun teilnehmenden Apotheken war groß: Die Hälfte der Getesteten wurde dort vorstellig, der Rest entfiel auf die vier Testzentren der Stadt. Die teilnehmenden Betriebe wurden vertraglich verpflichtet. Sie gehen zunächst in Vorleistung und erhalten 18 Euro pro Test.

Potsdam habe umgehend nach der Ankündigung einer erweiterten nationalen Teststrategie durch Bundgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am 16. Februar Kontakt mit der Apothekerkammer aufgenommen, um eine Umsetzung der angekündigten kostenlosen Testungen zum 1. März vorzubereiten, so die Sprecherin. Auch wenn die bundesweite Einführung dann verschoben wurde, hielt Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) einen Beginn der Testungen für nötig: „Wir dürfen nicht erst wieder reagieren, wenn die Zahlen der Neuinfektionen steigen. Durch die Öffnung von Kitas und Schulen und aufgrund des frühlingshaften Wetters steigen die Kontaktzahlen wieder. Deshalb müssen wir jetzt und nicht erst in ein paar Wochen die Entwicklung der Neuinfektionen schneller erkennen, um die Infektionslage besser einzuschätzen und weitere Öffnungsschritte zu ermöglichen“, sagte er.

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