Tests in Apotheken: Unrentabel und sinnvoll

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Berlin -

Die Apotheken sollen nach dem Willen der Bundesregierung ein wichtiger Bestandteil der Corona-Teststrategie werden. Doch viele Inhaber:innen winken laut einer aktuellen aposcope-Umfrage dankend ab. Zwar wird der Nutzen einer umfassenden Testung durchaus gesehen, allerdings auch die Risiken einer solchen Strategie. Und mit der vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) derzeit vorgesehenen Vergütung sind die Apotheken auch nicht einverstanden.

Corona-Schnelltests für Selbstzahler und im Auftrag des öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) dürfen bereits in Apotheken durchgeführt werden. Ab März soll nach den Plänen des BMG kostenlose Schnelltests für alle möglich sein – finanziert vom Bund. Doch vor allem die Apothekeninhaber:innen sind skeptisch: 71 Prozent der Umfrageteilnehmer wollen den Service in ihrer Apotheke nicht anbieten.

Unter den Angestellten ist die Bereitschaft zwar insgesamt höher, die Entscheidung liegt aber am Ende bei Chefin oder Chef. Unter allen 304 Befragten bei aposcope gab etwa ein Viertel (26 Prozent) an, solche Tests durchführen zu wollen – obwohl insgesamt eine Mehrheit von 63 Prozent die Erweiterung der Teststrategie insgesamt für sinnvoll hält.

Was also sind die Gründe für die Skepsis? Zum einen halten viele Apotheker:innen und PTA die Aktion für einen Schnellschuss (84 Prozent), mehr Vorbereitungszeit wäre also gewünscht. In vielen Apotheken herrscht aber auch bei grundsätzlicher Bereitschaft ein Platzproblem: 70 Prozent der Teilnehmer geben zudem an, über keine geeigneten Räumlichkeiten zu verfügen.

Weitere Gründe für eine Absage sind die Infektionsgefahr für das Personal (59 Prozent), personelle Engpässe (57 Prozent), zu großer Aufwand (50 Prozent) und eine zu geringe Honorierung (49 Prozent). Aber auch die laufende Maskenausgabe (34 Prozent) und die fehlende Zeit das Personal zu schulen (33 Prozent) werden genannt. Eher gering ist die Sorge, dass andere Kund:innen der Apotheke fernbleiben, aus Angst sich bei Testpersonen anzustecken (14 Prozent).

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