Pole-Dance

Apothekerin tanzt an der Stange Carolin Bauer, 15.04.2018 10:51 Uhr

Berlin - Vor vier Jahren wurde Rebekka Pech noch belächelt, als sie sich für Pole-Dance interessierte. Die damalige Pharmaziestudentin schrieb sich trotzdem für den Kurs an der Universität ein. Mittlerweile ist die Apothekerin selbst Trainerin. Von ihrer sportlichen Leidenschaft profitieren auch die Mitarbeiter der Laurentius-Apotheke in Mönchengladbach.

Beine hoch – an der meterhohen Chromstange ist Pech in ihrem Element. Die 29-Jährige ist seit drei Jahren Pole-Dance-Trainerin. Sie unterrichtet in einem Düsseldorfer Studio und ehrenamtlich an der Heinrich-Heine-Universität. Die Approbierte kam per Zufall zu der Tanzform, bei der an einer festen oder frei drehenden Stange verschiedene Figuren gezeigt werden. „Jeder kann mitmachen, egal ob dick oder dünn.“

Die akrobatische Sportart erfordere nicht nur Kraft, so Pech. Die richtige Technik sei entscheidend und helfe, die schwierigen Figuren zu meistern. Die Apothekerin ist am liebsten mit Partnerin an der Stange. „Die Kunst am Pole-Dance ist, es einfach aussehen zu lassen.“ Zu ihren Lieblingsfiguren zählt das Spagat, das eine große Biegsamkeit erfordere. „Anders als Kraft muss man die Flexibilität Tag für Tag trainieren. Darauf bin ich schon stolz.“ Ihre Höhenangst konnte Pech überwinden. „Früher konnte ich nicht einmal auf einem Hocker stehen, ohne dass mir schlecht wurde.“

Pech arbeitet seit drei Jahren in der Apotheke ihres Bruders. „Er hat mich dabei immer unterstützt, auch wenn er anfangs gelacht hat, weil ich mit Sport eigentlich gar nichts zu tun hatte“, sagt sie. Auch das Team finde ihre sportliche Leidenschaft spannend. Ein Vorteil sei, dass sie vor allem mit Frauen zusammenarbeite. „Die sehen den Sport in Pole-Dance. Männer finden es oft anrüchig.“

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