Redcare verzeichnet ein starkes zweites Quartal: Der Umsatz stieg um 20 Prozent, nach einem Plus von 18 Prozent im ersten Quartal. Allerdings war die Dynamik im Rx-Bereich etwas langsamer, im OTC-Bereich ging der Umsatz im Vergleich zum ersten Quartal sogar zurück.
Der Konzernumsatz stieg im Vorjahresvergleich um 20 Prozent auf 853 Millionen Euro. Der Non-Rx-Umsatz legte um 13 Prozent auf 515 Millionen Euro zu, das Rx-Geschäft um knapp 35 Prozent auf 339 Millionen Euro. Im Vergleich zum ersten Quartal wuchs das Rx-Segment um 8 Prozent, während der Non-Rx-Bereich um 3 Prozent rückläufig war. Und das, obwohl die Zahl der aktiven Kundinnen und Kunden auf 14,7 Millionen anwuchs, was einem Anstieg um 1,2 Millionen im Jahresvergleich und 500.000 im Vergleich zu Ende März entspricht.
In Deutschland wuchs der Non-Rx-Umsatz um 12 Prozent auf 269 Millionen Euro und damit schneller als im ersten Quartal (plus 9,5 Prozent). Die Rx-Umsätze stiegen im Vorjahresvergleich um 58 Prozent auf 180 Millionen Euro und damit ebenfalls etwas stärker als im ersten Quartal (plus 56 Prozent). Im Vergleich zu den ersten drei Monaten lag das Plus aber nur bei 7 Prozent und damit einen Prozentpunkt niedriger. Das dürfte auch saisonbedingt sein: Das zweite Quartal 2025 war mit einem Plus von 5,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal übrigens das bislang schlechteste.
In der Schweiz erhöhte sich der Rx-Umsatz um 15 Prozent auf 159 Millionen Euro.
Insgesamt stieg der Umsatz in der DACH-Region damit um 21 Prozent auf 696 Millionen Euro, während der Umsatz im Segment International um 17 Prozent auf 158 Millionen Euro zunahm.
Das Bruttoergebnis stieg um 20 auf 189 Millionen Euro; die Bruttomarge lag bei 22,1 Prozent, verglichen mit 23,8 Proeztn im zweiten Quartal 2025 und 21 Prozent im ersten Quartal 2026. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr spiegelte insbesondere den gestiegenen Anteil des Rx-Geschäfts sowie die niedrigere Bruttomarge im Non-Rx-Geschäft wider.
Die bereinigten Vertriebskosten beliefen sich auf 136 Millionen Euro, was 16 Prozent des Umsatzes entspricht, verglichen mit 130 Millionen Euro und 18,4 Prozent im Vorjahresquartal. Die Verbesserung der Kostenquote war laut Management vor allem auf effizientere Marketingausgaben und Skaleneffekte zurückzuführen. Die bereinigten Verwaltungskosten lagen bei 23 Millionen Euro beziehungsweise 2,7 Prozent des Umsatzes, verglichen mit 20 Millionen Euro und 2,9 Prozent im zweiten Quartal 2025.
Als Folge stieg das bereinigte Ebitda um 63 Prozent auf 30 Millionen Euro, während sich die bereinigte Ebitda-Marge von 2,6 auf 3,5 Prozent verbesserte. Im Segment DACH erhöhte sich das bereinigte Ebitda von 20 auf 28 Millionen Euro und die Marge stieg von 3,5 auf 4,0 Prozent. Das Segment International erreichte erstmals ein positives bereinigtes Ebitda von 1,4 Millionen Euro, nach -2 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Die Marge verbesserte sich von -1,5 auf 0,9 Prozent.
„Q2 war erneut ein starkes Quartal für Redcare Pharmacy. Das Wachstum beschleunigte sich, das Rx-Geschäft in Deutschland setzte seine starke Dynamik fort und die Profitabilität verbesserte sich deutlich“, so CEO Olaf Heinrich. „Zudem konnten wir eine weitere halbe Million aktive Kundinnen und Kunden gewinnen und damit unsere aktive Kundenbasis auf 14,7 Millionen erhöhen. Besonders hervorzuheben ist, dass unser internationales Segment erstmals ein positives Ebitda erzielt hat. Das ist ein wichtiger Meilenstein und unterstreicht die Fortschritte beim nachhaltigen Ausbau unseres Geschäfts.“
Angehobene Prognose für das Gesamtjahr bestätigt.