Polizei warnt vor Honorarbetrügern

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Berlin - Die Polizei warnt vor einer neuen und sehr perfiden Betrugsmasche. Der oder die Täter:innen versuchten, sich von Heilberuflern Leistungen zu erschleichen, ohne dafür zu bezahlen, heißt es in einer Mitteilung der Bundespolizei. Besonders auf die Apotheken scheinen es die Gangster abgesehen zu haben.

Kriminalhauptkommissar Günther Hansbert berichte: „Der Tathergang ähnelt sich stets und ist nicht leicht zu durchschauen: Der Täter stellt dem Opfer eine angemessene Honorierung als Gegenleistung für eine Dienstleistung in Aussicht – und kürzt den Betrag später selbstständig zusammen.“

Erleichtert wird die Gaunerei, weil Verordnungen quasi über Nacht angepasst werden können. Die Polizei vermutet die Tätergruppe daher in Regierungskreisen. „Es ist noch zu früh, um jens schon Namen zu nennen“, so Hansbert. Allerdings gibt es ein Phantombild von dem mutmaßlichen Täter – obwohl er fast immer mit Maske unterwegs ist.

Bei diesem scheint es sich um einen Serientäter zu handeln. Bereits im Frühjahr hätten sich viele Geschädigte gemeldet. Die Sonderermittlergruppe FFP2 wurde eingerichtet. Jetzt führt eine neue Spur zu den bekannten Verdächtigen. „Die Täter werden immer dreister. Beim sogenannten Zertifikatenhandel wurden die zugesagten Preise schon nach wenigen Tagen wieder einkassiert, die Geschädigten verlieren zwei Drittel ihrer Einnahmen“, fasst Hansbert zusammen. Aus Ermittlerkreisen ist zu vernehmen, dass es am 26. September eine bundesweite Aktion gegen die Bande geben soll.

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