Auch gesund.de kann Gematik-App ersetzen

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Berlin - Wer die DocMorris-App hat, braucht die der Gematik nicht – denn mit der Versenderanwendung können die Token von E-Rezept-Ausdrucken einfach eingescannt und verschickt werden. Die Vor-Ort-Apotheken sind damit allerdings längst nicht abgehängt, erklärt gesund.de: Denn mit der App des Apothekenportals soll das künftig ganz genauso einfach gehen.

Die E-Rezept-App der Gematik dürfte für die allermeisten Versicherten maximal eine Nebenrolle spielen: Die Funktionen für Anzeige der Verordnungsdaten und Versand des Tokens freizuschalten ist kompliziert, kaum ein Versicherter kann sie nutzen. Ohnehin gehen die meisten Beobachter davon aus, dass 90 Prozent der Versicherten ohnehin nur den Ausdruck nutzen werden. Doch auch mit dem kann man den Token bereits digital versenden: Mit der DocMorris-App könne er nämlich bequem eingescannt und versendet werden, erklärte DocMorris-Deutschlandchef Walter Hess am Mittwoch gegenüber Investoren.

Gesund.de will da nicht nachstehen – und dieselbe Funktion ermöglichen. „Gesund.de hat das Ziel, den Patienten Mehrwerte anzubieten, die den Weg der Verordnung vom Arzt in die vor-Ort-Apotheke der Wahl aufwerten. Die gesund.de Technologie wird es ermöglichen, diese Services unabhängig von der Art des Transportweges zu erleben“, erklärt Geschäftsführungsmitglied Dr. Sven Simons. „Solange in einer Zwischenphase auf dem Weg zur vollständigen digitalen Rezept-Journey hier ein auf Papier gedruckter Code noch ein möglicher Weg sein wird, wird die gesund.de App natürlich auch die Verarbeitung dieses Mediums ermöglichen.“

Selbstverständlich sei gesund.de darauf vorbereitet. „Wir werden den Patienten ermöglichen, über gesund.de ihr E-Rezept schnell und einfach an die teilnehmenden Apotheken zu schicken – egal ob der Arzt das Rezept ausdruckt oder elektronisch übermittelt“, erklärt Maximilian Achenbach, als Geschäftsführungsmitglied unter anderem für die Produktentwicklung zuständig.

Schon jetzt biete die kürzlich gelaunchte App von gesund.de die Möglichkeit, das Muster-16-Rezept mit dem Smartphone abzufotografieren und bei der Apotheke vor Ort digital vorzubestellen. Darüber hinaus gebe es eine integrierte Arztsuche, die Anzeige von Notdienst-Apotheken und das Filtern nach Apotheken-Services wie Botendienst. Die Beratung der Endverbraucher im Chat erweitere das Serviceangebot der Apotheken in der App. In der digitalen Gesundheitsakte könnten alle wichtigen Gesundheitsdokumente sicher an einem Ort gespeichert werden und so für den Nutzer somit jederzeit griffbereit sein.

„Diese Kombination aus der Convenience der digitalen Lösung von gesund.de und der hohen Beratungskompetenz und Schnelligkeit der Apotheken – das ist ein enormer Wettbewerbsvorteil, den sonst niemand leisten kann“, ist sich Achenbach sicher. Um eine reibungslose Übertragung des E- Rezepts in die Apotheke sicherzustellen, arbeite gesund.de aktiv mit den relevanten Dienstleistern zusammen.

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