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Luxus-Apotheke: „Für mein Team und meine Kunden“ Lothar Klein, 03.02.2017 10:28 Uhr

Berlin - Vor neun Jahren hat Ali Gehrke die Aesculap-Apotheke in Neumünster nördlich von Hamburg übernommen. Inzwischen besitzt der 44-jährige Pharmazeut drei Apotheken und ist ein überaus erfolgreicher Geschäftsmann. Und das, obwohl er aus keiner Apothekerdynastie stammt. Für 1,5 Millionen Euro hat er im Sommer 2015 seine Aesculap-Apotheke zu einem Schmuckstück für die gesamten Branche umgebaut. „Schließlich verbringe ich viel Lebenszeit in der Apotheke. Da muss ich mich als Mensch wohlfühlen“, beschreibt Gehrke seine Motivation. Sein Erfolgsrezept ist schlicht aber wirksam: „Wir diskutieren nicht, sind immer freundlich und bodenständig und machen alles, was die Kunden wünschen.“

Pharmazie studiert hat Gehrke an der Universität in Kiel. Nach der Approbation hat er sich nach einer eigenen Apotheke umgeschaut und ist in Neumünster fündig geworden. In der Stadt mit 80.000 Einwohnern gibt es 26 Apotheken, allein im 800-Meter-Umkreis der Aesculap-Apotheke sind acht weitere Apotheken zu finden. Der Konkurrenzkampf ist also hart. Trotzdem hat sich Gehrke in kurzer Zeit zum Platzhirsch gemausert. Warum das so ist, erklärt er so: „Wie bei Immobilien, Restaurants, Bäckereien oder Blumenläden kommt es nur auf eines an: Lage, Lage, Lage.“

Das Geld zum Kauf der Apotheke lieh sich Gehrke von der Apobank. Das war angesichts des Standorts kein Problem: Die Aesculap-Apotheke liegt in einem Ärztehaus mit mittlerweile 19 Ärzten: „Als ich 2008 die Apotheke übernommen hatte, gab es lediglich sieben Ärzte.“ Um Rezepte musste sich der Apotheker von Anbeginn keine Sorgen machen. Sein Rx-Anteil liegt immer noch bei 80 Prozent. Bereits ein Jahr später kaufte Gehrke im Sommer 2009 die Apotheke am Röterberg hinzu. Die heißt inzwischen Wankendorfer Apotheke, weil man so eine Verbundenheit zum Standort hergestellt hat. Ein weiteres Jahr später, im Dezember 2010, erwarb Gehrke mit der Stadt-Apotheke im nahe gelegenen Nortorf seine dritte Apotheke. „Ich habe drei erfolgreiche Apotheken mit soliden Strukturen innerhalb von drei Jahren übernommen“, sagt Gehrke.

Sein Erfolgsrezept mutet zunächst überraschend an: „Ich bin eher der Typ, der im Hintergrund agiert und ungern im Mittelpunkt steht.“ Gehrkes Apotheken bieten das „normale“ Programm an. Spezialitäten wie besondere Diabetiker-Beratung oder Rheuma-Kurse gibt es nicht. Allerdings: Die Kunden seiner Apotheken erhalten 10 Prozent Barrabatt auf alle Non-Rx-Artikel, im Dezember gibt es sogar 15 Prozent.

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