Die Eine-Million-Euro-Apotheke

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Berlin - Florian Wehrenpfennig hat seine Apotheke digitalisiert. Der Inhaber der neu eröffneten Rathaus-Apotheke in St. Augustin in Nordrhein-Westfalen hat Flachbildschirme in der Sichtwahl und eingearbeitete Touchscreens am HV-Tisch installieren lassen. Mit der neuen Einrichtung will er sich positionieren: Denn gleich zwei Drogerien haben sich um die Ecke angekündigt. Dafür hat der Pharmazeut tief in die Tasche gegriffen.

Den Anstoß brachte ein Neubau des Einkaufszentrums, in dem sich die Apotheke befindet. Wehrenpfennig ist seit 21 Jahren an dem Standort. Die Apotheke hat er dreimal umgebaut. „Ich habe schon immer mit offenen Augen nach Trends und Veränderungen im Markt geschaut“, sagt er.

Seit neun Jahren gehört er zur Apothekenkooperation Elac Elysée (Guten-Tag-Apotheken), die nur Mitglieder mit einem Umsatz über 2,5 Millionen Euro aufnimmt. So viel wie jetzt hat er aber nie investiert. Die Kosten lagen bei knapp einer Million Euro. Das Geld hat er sich geliehen. „Da muss man schon einen guten Kontakt zur Bank haben“, sagt Wehrenpfennig. Die Zinsen seien momentan günstig.

Investiert hat er beispielsweise in einen neuen Rowa-Automaten. Die digitale Sichtwahl bestehend aus acht Monitoren, die Touchscreens am HV-Tisch und die Bildschirme in der Freiwahl stammen von der Firma Optimum-Media mit Sitz im niedersächsischen Ahausen. Außerdem spart er künftig bei der Preisauszeichnung: Elektronische Etiketten seien an das Warenwirtschaftssystem geknüpft. Jede Änderung werde automatisch übernommen. Die Technik stammt von der Firma Delfi in Kooperation mit Awinta.

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