Lieferengpässe

BfArM fragt nach Ibuprofen APOTHEKE ADHOC, 27.06.2018 15:09 Uhr

Berlin - Was die Lieferprobleme bei Ibuprofen angeht, geben sich offizielle Stellen gelassen. Das Schmerzmittel steht nicht auf der Liste der versorgungsrelevanten Wirkstoffe, es gibt genügend Alternativen. Trotzdem hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) jetzt vorsorglich den Verteiler angeworfen und eine Abfrage bei den Herstellern gestartet.

Die Engpässe bei Ibuprofen machen den Apotheken seit Monaten zu schaffen – und nach dem Ausfall des BASF-Werks in Bishop im US-Bundesstaat Texas könnte die Situation noch schlimmer werden. Gestern griffen die großen Medien das Thema auf. Auch beim BfArM klingelten die Telefone heiß.

„Der Lieferengpass ist uns bekannt. Wir stehen in engem Austausch mit den Fachkreisen, wie Ärzteschaft und pharmazeutische Industrie, um uns ein Bild der Gesamtsituation zu machen. Das Ziel ist es, schnell Lösungsmöglichkeiten anzustoßen“, wird ein Sprecher der Behörde in der Bild-Zeitung zitiert. Sorgen, dass sie Schmerzen leiden, müssten sich Patienten aber nicht. „Es gibt eine Reihe Therapiealternativen, Diclofenac oder Naproxen zum Beispiel. Das muss im Einzelfall aber der Arzt oder Apotheker gemeinsam mit dem Patienten entscheiden.“

Dass Lieferengpässe gemeldet werden, erwartet man in Bonn nicht. Denn Ibuprofen steht nicht auf der Liste der versorgungsrelevanten Wirkstoffe – das sind all jene Medikamente, bei denen in der Vergangenheit schon einmal ein Versorgungsmangel eingetreten war oder bei denen die Anzahl der Hersteller, Zulassungsinhaber oder Wirkstofflieferanten eine kritische Grenze unterschreitet.

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