PTA: Schulgeld wird abgeschafft – irgendwann

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Berlin - Lange wurde das Thema hin- und hergereicht, jetzt rückt die Abschaffung des Schulgelds für die PTA-Ausbildung näher. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe hat sich auf ein „Gesamtkonzept Gesundheitsfachberufe“ geeinigt, mit dem unter anderem die Kosten gestrichen werden sollen.

Schon mehrfach gab es Bestrebungen, das die Ausbildungsordnungen für die verschiedenen Gesundheitsberufe zu überarbeiten und dabei das Schulgeld abzuschaffen. Im Juni 2017 wurde bei der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) beschlossen, dass eine gemeinsame Arbeitsgruppe aus Bund und Ländern bis Ende 2019 einen entsprechenden Aktionsplan vorlegen sollte.

Doch offenbar passierte lange nichts; im vergangenen Juni forderte die GMK das Bundesgesundheitsministerium (BMG) auf, bis Jahresende endlich eine entsprechende bundeseinheitliche Regelung vorzulegen, damit für eine Ausbildung zu PTA, Logopäden, Physiotherapeuten oder Ergotherapeuten keine Ausbildungskosten mehr bezahlt werden müssen.

Auch im Zusammenhang mit der PTA-Reform sprach sich der Bundesrat für eine Ausbildungsvergütung von Beginn an aus. Sonst sei der Beruf nicht konkurrenzfähig: „Ein Gleichklang mit den Vorschriften bereits reformierter berufsrechtlicher Regelungen im Bereich der Gesundheitsfachberufe ist herzustellen, um dem Fachkräftemangel in Apotheken wirksam begegnen zu können – als erstes träfe dieser wohl den ländlichen Raum“, hieß es in der Stellungnahme zum Gesetzesvorhaben.

Das BMG lehnte den Vorstoß ab, weil – wie im Koalitionsvertrag versprochen – die Ausbildungen in den Gesundheitsfachberufen im Rahmen eines Gesamtkonzepts insgesamt neu geordnet werden sollten. „Neben Themen wie Schulgeldfreiheit und der Frage der Akademisierung werden auch das Thema Ausbildungsvergütung und damit einhergehende Finanzierungsfragen erörtert“, hieß es mit Verweis auf die Arbeitsgruppe.

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