Kein Vermittlungsausschuss

Bundesrat lässt PTA-Reform passieren Lothar Klein, 19.12.2019 12:07 Uhr

Berlin - Trotz umfangreicher Kritik der Ländergesundheitsminister wird der Bundesrat morgen dem PTA-Reformgesetz zustimmen. Für die Anrufung des Vermittlungsausschusses findet sich keine Mehrheit. Damit kann das PTA-Reformgesetz in der vom Bundestag verabschiedeten Fassung in Kraft treten. Es bleibt bei 2,5 Jahren Ausbildungsdauer. Die Länder werden voraussichtlich in einer Resolution ihre Änderungswünsche nochmals zu Protokoll geben. Die Länder wollten die Ausbildungsdauer auf drei Jahre verlängern und Schulgeld zahlen.

Wie es aus dem Bundesrat hieß, ist die Mehrheit für die Anrufung des Vermittlungsausschusses in der letzten Woche gebröckelt. Offenbar waren den Staatskanzleien der Länderregierungen die Kritik und die Änderungswünsche der Ländergesundheitsminister zu kleinteilig. In der Beschlussempfehlung des Gesundheitsausschusses war es unter anderem um die Stundenzahl für bestimmte Unterrichtsgebiete gegangen. „Das ist nicht unsere Flughöhe“, hieß es jetzt aus dem Bundesrat. Auch Adexa und dem Bundesverband Pharmazeutisch-technischer AssistentInnen (BVpta) geht die Reform nicht weit genug. Beide hatten eine Verlängerung der Ausbildung auf drei Jahre gefordert.

Daher bleibt es jetzt bei der Ausbildungsdauer von 2,5 Jahren. Allerdings erhalten die PTA erweiterte Kompetenzen. Und das Thema Digitalisierung wird in der Ausbildung stärker gewichtet. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wird morgen im Bundesrat bei der Verabschiedung der PTA-Reform anwesend sein. „PTA übernehmen in den Apotheken wichtige und verantwortungsvolle Aufgaben bei der Beratung und der Abgabe von Arzneimitteln und Medizinprodukten. Diese Kompetenzen stärken wir mit einem modernen Berufsgesetz. Wir brauchen gut ausgebildete Fachkräfte in unserem Gesundheitswesen. Deshalb sind zeitgemäße und attraktive Ausbildungsregelungen so wichtig“, so Spahn zu seinem Gesetz.

Aufsichtspflicht

Während die Länder allen PTA eine Ausweitung der Kompetenzen und somit einen Wegfall der Aufsichtspflicht ermöglichen wollen, bliebt es jetzt bei der grundsätzlichen Aufsichtspflicht das Apotheker über die PTA. Der Gesetzesentwurf des BMG sieht eine Ausweitung der Kompetenz und einen Wegfall der Aufsicht unter folgenden Voraussetzungen vor: Möglich ist dies, wenn die PTA bereits eine dreijährige Berufserfahrung vorweisen kann und mindesten seit einem Jahr in der Apotheke angestellt ist sowie die staatliche Prüfung mit dem Gesamtergebnis „gut“ absolviert hat. Außerdem muss die PTA regelmäßige Fortbildungen vorweisen. PTA mit schlechterem Abschluss müssen zwei Jahre Berufserfahrung mehr vorweisen.

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