Berlin -

Bei der PTA-Reform stehen neben der Kompetenzerweiterung die Ausbildungsdauer und -finanzierung auf der Agenda. Der Bundesrat brachte ein Finanzierungsmodell über die Krankenhäuser ins Spiel – analog zu anderen Gesundheitsberufen. Die PTA-Schulen sind von diesem Vorschlag nicht überzeugt: Sie sehen die Anbindung an die Krankenhäuser kritisch und sprechen sich für andere Modelle aus. Ein Ausbildungsfonds könnte die Lösung sein.

Laut Bundesrat könnte eine Vergütung während der schulischen Ausbildung durch eine Finanzierung über die Krankenhäuser ermöglicht werden. Auszubildende wären mit Beginn der Lehre über das Krankenhaus angestellt und hätten Anspruch auf ein Entgeld. Der Vorschlag sieht vor, § 2 Nr. 1a in Verbindung mit § 17a KHG (Krankenhausfinanzierungsgesetz) auf den Beruf der PTA ausweiten.

Seit dem 1. Januar gibt es eine entsprechende Regelung bereits für MTA, Ergotherapeuten oder Logopäden. Angehende Krankenpfleger verdienen zwischen 950 und 1300 Euro pro Monat. Zuletzt hatte Verdi dazu beigetragen, dass MTA, Physiotherapeuten, Diätassistenten, Orthoptisten, Logopäden und Ergotherapeuten in den Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TVAöD) mit einbezogen werden. Verhandelt wurden hier knapp 1000 Euro im ersten Lehrjahr.

Eine Schulfinanzierung über die Krankenhäuser würde zur Folge haben, dass das jeweilige Krankenhaus zu 51 Prozent der Träger der Schule wird. Ein reiner Kooperationsvertrag zwischen beiden Einrichtungen würde nicht ausreichen. Strukturelle Neuordnungen innerhalb der zweieinhalb Jahre wären möglich. Die Ausbildungen zu Ergo- und Physiotherapeuten folgen eher dem dualen Ausbildungsprinzip, das heißt schulische und praktische Phasen wechseln sich ab. Aktuell gibt es für PTA kein vorliegendes Konzept zum „Blockunterricht“.

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