Corona-Ausnahmen

PTA-Ausbildung: Abda fordert mehr Freiheiten Nadine Tröbitscher, 27.05.2020 13:44 Uhr

Berlin - Der Lockdown trifft auch die PTA-Ausbildung: Berufsschulen mussten vorübergehend schließen oder auf Videokonferenzen umsteigen, eine Rückkehr in die Normalität liegt noch in weiter Ferne. Mit dem zweiten Bevölkerungsschutzgesetz hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) Abweichungen von den ausbildungsbezogenen Vorschriften für die Gesundheitsfachberufe ermöglicht. Die Abda fürchtet eine Doppelbelastung für PTA-Schüler.

Digitaler Unterricht, eine Verlängerung der PTA-Ausbildung und Abweichungen in der staatlichen Prüfung: Das BMG hat verschiedene Möglichkeiten geschaffen, die Ausbildung der Gesundheitsberufe auch in der Krise sicherzustellen. Die Abda befürwortet zwar den Entwurf des BMG, gibt aber in ihrer Stellungnahme einige Dinge zu beachten.

§ 3 Dauer der Ausbildung

Der Entwurf schafft die Möglichkeit, die Ausbildung mit Zustimmung der zuständigen Behörde zu verlängern. Möglich soll dies in einem zeitlichen Umfang sein, der erforderlich ist, um das Ausbildungsziel durch den Ausgleich der jeweiligen theoretischen oder praktischen Defizite zu erreichen – maximal dürfen es aber nur sechs Monate sein.

Grundsätzlich befürwortet die Abda die vorgesehene Verlängerung der Ausbildungsdauer. Allerdings entstehe aus Sicht der betroffenen PTA-Schüler dabei eine doppelte Belastung: „Zum einen können sie erst später als geplant in den Beruf einsteigen, und zum anderen müssen sie länger das anfallende Schulgeld zahlen“, so die Abda in ihrer Stellungnahme. Etwa zwei Drittel der PTA-Schulen seien in privater Trägerschaft. Schüler müssten bis zu 400 Euro Schulgeld im Monat zahlen. „Inwiefern hier unterstützende finanzielle Zuschüsse erfolgen können, sollte erwogen werden“, regt die Abda an.

Zudem stelle sich die Frage, inwiefern – wenn das Ausbildungsziel erreicht werden kann – unter diesen besonderen Umständen in Abstimmung mit der zuständigen Behörde der Stundenumfang des Unterrichts in einem angemessenen Rahmen reduziert werden könne. Auch der praktische Teil der PTA-Ausbildung in der Apotheke könne gegebenenfalls durch Schichtdienste mit verringerter Stundenzahl oder temporäre Schließungen beeinträchtigt werden.

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