PTA-Schule Paderborn trotzt Corona

Examen 2020: Überdurchschnittliche Ergebnisse Cynthia Möthrath, 30.06.2020 08:48 Uhr

Berlin - Die Corona-Krise hat auch die PTA-Schulen vor Herausforderungen gestellt. Vielerorts war die Sorge groß, dass es durch die Umstellung auf den virtuellen Unterricht und die verlorenen Praxisstunden zu einer Leistungsminderung bei den Schülern kommen könnte. Die PTA-Fachschule Paderborn zeigt nun, dass dem nicht so ist – die Schüler legten ihr Examen mit überdurchschnittlichen Ergebnissen ab.

Nach erfolgreich absolvierter Prüfung dürfen sich die Schüler nun wie geplant auf ihr sechsmonatiges Praktikum freuen – ohne Verzögerung: Endlich können sie weitere Einblicke in den Apothekenalltag erhalten und das Gelernte erstmals umsetzen. Doch das war nicht immer sicher: In den vergangenen Monaten habe es durchaus Momente gegeben, in denen befürchtet wurde, dass dies aufgrund von Corona nicht gelingen könnte, erklärt Schulleiterin Uta Vogler. „Wir hatten zwar immer eine optimistische Einstellung, aber es gab Hochs und Tiefs in den vergangenen Wochen“, meint sie.

Bessere Ergebnisse als zuvor

Entgegen aller Bedenken können sich die Ergebnisse sehen lassen – sie sind sogar besser als in den Jahren zuvor: „Die Examensergebnisse sind sehr gut, der Anteil der überdurchschnittlichen Ergebnisse ist höher als sonst, die Zahl der nicht bestandenen Prüfungen niedriger“, erklärt Vogler. Die Pandemie hatte jedoch keinen Einfluss auf die Prüfungsaufgaben – denn diese wurden bereits vor Corona bei der Prüfungsbehörde eingereicht. Einen Corona-Bonus habe es also nicht geben können, versichert die Schulleiterin.

Wie an den anderen Schulen, wurde nach dem Lock-down auch in Paderborn von „live“ auf virtuell umgestellt. In Kleingruppen und unter entsprechenden Sicherheits- und Hygienemaßnahmen wurden die Klassen zudem in Kleingruppen im Labor unterrichtet, um den praktischen Unterricht zu ermöglichen. Für die Schüler seien die vergangenen Wochen eine „Phase großer Unsicherheit“ gewesen, erklärt Absolvent Nils Quade. Zugleich sei es jedoch auch eine schöne Zeit gewesen, da eine besondere Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Schülern entstanden sei.

Während des Präsenzunterrichts in den Kleingruppen sei die Betreuung beispielsweise noch intensiver gewesen und Lehrer hätten sich individueller um die einzelnen Schüler kümmern können. Zudem hätten sich beide Seiten – sowohl Schüler wie auch Lehrer – gemeinsam in den neuen Online-Unterricht einarbeiten müssen. Die Prüfungsvorbereitung sei dann unter den Schülern teilweise in Kleingruppen durchgeführt worden. Der Zusammenhalt sei dadurch sehr stark gewachsen: „Wir wussten immer, dass wir uns aufeinander verlassen konnten“, erzählt Quade. Voraussichtlich startet nach den Sommerferien an der Schule wieder der Präsenzunterricht. Die digitalen Techniken werden jedoch bleiben und sollen an der Schule künftig stärker genutzt werden, erläutert Vogler.

Bleiben Sie auf dem aktuellsten Stand und abonnieren Sie den Newsletter von APOTHEKE ADHOC.

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema

Mehr zum Thema

Mehr aus Ressort

Weiteres
Coronavirus

Risikogruppen schützen

Hausärzte empfehlen keine Tests in Apotheken»

Dank und Mahnung nach Corona-Infektion

Spahn meldet sich aus der Quarantäne zu Wort»

Entwicklungsstaatssekretär Martin Jäger

Nach Treffen mit Spahn: Staatssekretär positiv auf Corona getestet»
Markt

Pflege und Schutz vor Infektionen

Gepan: Mannose-Gel für den Intimbereich»

Aromatherapie aus dem Allgäu

Echt Dufte: Naturkissen aus Handarbeit»

Nach Zava, Fernarzt und GoSpring

Tele-Ärzte: Noventi schließt Kry an»
Politik

Wahl des Vorsitzenden

Corona: CDU verschiebt Parteitag zum 2. Mal»

Freie Apothekerschaft

TSE: 626 Fußballfelder voll Kassenbons – zusätzlich»

Apothekenstärkungsgesetz

VOASG: Temperaturkontrolle für Holland-Versender»
Internationales

Wegen drohender Opioid-Strafen

Walmart verklagt US-Regierung»

Opioid-Epidemie in den USA

Oxycontin: Purdue schließt Milliarden-Vergleich»

Pharmakonzerne

Takeda baut in Österreich»
Pharmazie

Schutzeffekt in Phase-III

Grippeimpfstoff: Tabakpflanze statt Hühnerei»

AMK-Meldung

Neurax: 160 Packungen Tadalafil verloren»

Nicht nur ACE-2

Neuropilin: Zweiter Eintritts-Rezeptor für Sars-CoV-2»
Panorama

Brandsätze gegen Fassade geworfen

Anschlag auf RKI – Staatsschutz ermittelt»

Kunstautomat an der Apotheke

Mini-Gemälde statt Zigarette»

Die Pandemie kreativ nutzen

Ernährungsberaterin, Trainerin und jetzt auch noch Podcast!»
Apothekenpraxis

ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick

Spahns Unterschriftenmappe»

adhoc24

Temperaturkontrollen im Versand / Corona-Impfstoff / Schnelltests in Apotheken»

Versandapotheken

DocMorris wirbt für Online-Ärzte»
PTA Live

Lokalanästhetika mit Klümpchenbildung

Rezepturtipp: Polidocanol»

Schutzmaßnahmen und Zukunftssorgen

Apothekenteams fürchten langen Corona-Winter»

Mikronährstoff-Stiefkinder

Wofür ist eigentlich Mangan?»
Erkältungs-Tipps

Erkältung, Allergie, Medikamente

Schnupfen ist nicht gleich Schnupfen»

Wenn die Temperatur steigt

Hausmittel bei Fieber: Wann und wie?»

Erkältung in Corona-Zeiten

No Go: Husten als Stigma»
Magen-Darm & Co.

Fremdkörpergefühl im Hals

Globussyndrom: Auch an den Magen denken»

Trendprodukt Selbsttests

Was können Darmflora-Analysen & Co.?»

Vitamin-B12-Mangel

Fehlender Intrinsic Factor»
Kinderwunsch, Schwangerschaft & Stillzeit

Supplemente in der Schwangerschaft

Folsäure & Jod: Nur die Hälfte ist versorgt»

Geschlechtsbestimmung

Mädchen oder Junge? Der Genetik auf der Spur»

Kaiserschnitt ist kein Muss

HIV und Schwangerschaft»
Medizinisches Cannabis

Sonder-PZN, Lieferengpässe & Co.

Retaxgefahr Cannabis»

Blüte, Extrakt, Kapsel

Cannabis: Schritt für Schritt zur Rezeptur»

Wie setzt sich der Abgabepreis zusammen?

Cannabis-Rezept: Taxierung»
HAUTsache gesund und schön

Verwöhnprogramm für die Haut

Pflege hoch zwei: Gesichtsmaske und Peeling»

Viel hilft nicht immer viel

Überpflegung der Haut»

Aufbau, Alterung und Pflege

Unterschiede von Frauen- und Männerhaut»