Kontaktpersonen: So wird das Team geschützt

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Berlin - Tritt in Kliniken, Arztpraxen oder Apotheken ein Corona-Fall auf, müssen die Gesundheitsämter abwägen: Den betroffenen Mitarbeiter und seine Kontaktpersonen in Quarantäne schicken, um eine Ansteckung von Kollegen und Patienten zu verhindern? Oder möglichst viele Teammitglieder weiter arbeiten lassen, um die Versorgung aufrecht zu halten? Am Ende kommt es auf die Kategorie an.

Die Übersicht zum Download

Kontaktpersonen der Kategorie 1 standen mehr als 15 Minuten in direktem und engem Kontakt mit einem Infizierten, zum Beispiel im Rahmen eines Gesprächs oder einer medizinischen Untersuchung. Im Grundsatz gilt der Abstand von 1,5 m. Bei Innenräumen
mit schlechter Lüftung gelten unabhängig vom Abstand 30 Minuten. Der Zeitraum wird jeweils kumulativ gesehen.

Herrscht in der Apotheke kein relevanter Personalmangel, werden eine häusliche Absonderung für 14 Tage sowie gegebenenfalls weitere Maßnahmen angeordnet. Bei einem relevanten Personalmangel ist ein Arbeiten der Kontaktpersonen in Ausnahmefällen weiter möglich; sie müssen dann für 14 Tage einen Mund-Nasen-Schutz tragen, strenge Hygienevorschriften einhalten und – sofern es die Tätigkeit nicht zwingend ausschließt – 1,5 m Abstand zu anderen Personen halten. Außerdem müssen sie ihren Gesundheitszustand dokumentieren und beim Auftreten von Symptomen umgehend einen Test durchführen.

In Kategorie 2 fallen Personen, die höchstens 15 Minuten lang in engem Kontakt standen und dabei einen professionellen Mund-Nasen-Schutz durchgehend und korrekt getragen haben. Darüber hinaus gilt als Grenzwert ein kurzzeitiger Aufenthalt von weniger als 30 Minuten in einem Raum mit hoher Konzentration infektiöser Aerosole. Diese Gruppe darf weiter arbeiten unter der Prämisse der Kontaktreduktion und der Testung bei Auftreten von Anzeichen einer Infektion.

Zu Kategorie 3 gehört ausschließlich medizinisches Personal, das zwar Kontakt von weniger als zwei Metern zu einem Infizierten hatte, aber während der gesamten Zeit eine adäquate Schutzbekleidung getragen hat. Hier wird laut RKI kein Anlass für eine Absonderung oder regelmäßige Untersuchungen asymptomatischer Mitarbeiter auf Sars-CoV2 gesehen.

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