Risiko hypertensive Krise

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Abschwellende Nasensprays können die chemischen Wirkstoffe Xylometazolin oder Oxymetazolin enthalten. Die Sympathomimetika wirken gefäßverengend und lassen die Nasenschleimhäute durch Wirkung auf die Alpha-Adrenozeptoren abschwellen. Die Sympathomimetika stimulieren auch Beta-Rezeptoren, die einen gefäßerweiternden Effekt auslösen – die Gefäßverengung überwiegt jedoch. Die Atmung ist erleichtert und die Sekretion nimmt ab. Präparate sind als Tropfen oder Spray erhältlich. Die Wirkung tritt schnell ein und hält bis zu zwölf Stunden an. Oxymetazolin wird laut Hersteller zusätzlich eine antivirale und entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben.

Die Produkte können ein- bis dreimal täglich über einen Zeitraum von maximal sieben Tagen angewendet werden, um eine Abhängigkeit zu vermeiden. Werden die Präparate über diesen Zeitraum hinaus angewendet, kann eine Rhinitis medicamentosa die Folge sein. Sie äußert sich in einer chronischen Schwellung der Nasenschleimhäute. Betroffene nutzen weiter das abschwellende Spray und geraten in einen Teufelskreis.

Kommunikation: Liegen keine Grunderkrankungen wie zum Beispiel Asthma, Hypertonie, gastrointestinale Störungen wie Ulzera, Engwinkelglaukom, Nierenfunktionsstörungen oder Diabetes vor, kann das Kombinationspräparat angewendet werden.

Die Einnahme von anderen Medikamenten wie etwa blutverdünnenden Arzneimitteln, Methylphenidat, Digoxin, anderen NSAR, Methotrexat oder kaliumsparenden Diuretika sollte ausgeschlossen werden.

Der Kunde ist auf das Risiko einer akuten hypertensiven Krise hinzuweisen, wenn er das abschwellende Nasenspray und das Erkältungsmittel zusammen anwendet. Eine hypertensive Krise ist ein plötzlicher Blutdruckanstieg auf Werte von 230/130 mmHg. Ursache kann die Verstärkung der Vasokonstriktion durch Nasenspray und Pseudoephedrin sein.

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