SWR: Sinupret aus dem Kräuterladen

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Berlin - War noch vor Jahren der Arzt die Informationsquelle Nummer 1 für Verbraucher, findet heute der Erstkontakt oft vor dem Fernseher statt. Der „aufgeklärte“ Patient kommt oft schon einen bestimmten Produktwunsch in die Apotheke. Aber was passiert in der Offizin, wenn kein Produkt gezielt verlangt wird? Wie gut ist die Beratung? Reporter des SWR-Magazins „betrifft“ haben den Test gemacht und zum Rundumschlag ausgeholt.

Insgesamt 20 Testkäufe haben die Reporter in Bayern und Baden-Württemberg durchgeführt. Das Thema: Die Frau kommt in die Apotheke und möchte etwas für ihren kranken Mann, der an Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen leidet.

In der Sendung wurden drei Käufe nachgestellt. In einem Fall wurden Aspirin Complex, Wick Medinait, ein Rachenspray und eine pflanzliche Immunabwehr für 48,10 Euro abgegeben. Die zweite Apotheke verkaufte Boxagrippal, einen Schleimlöser und ein Vitaminpräparat für 41,24 Euro. Im dritten Fall wurden Aspirin Complex, ein Schleimlöser, ein Hustenstiller und ein Halsschmerzmittel für 37,72 Euro abgegeben. Weniger als 30 Euro zahlten die Testkäufer nie; nur in einem Fall wurde der Reporterin gar nichts verkauft. Sie bekam den Tipp: viel trinken und Bettruhe.

Die Beratung in der Apotheke stützte sich auch auf die Versprechen der Hersteller, die in der Werbung gemacht wurden. So fielen Begründungen wie: „Das pusht!“ oder „Macht fit für den Tag“ und „Befreit Sie vom Husten“.

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