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Doc Esser testet Hustenmittel Nadine Tröbitscher, 08.02.2017 18:53 Uhr

Berlin - Im Durchschnitt nimmt jeder Deutsche pro Jahr etwa 1250 Tabletten ein – freiverkäuflich und verschreibungspflichtig. Zu oft, zu viel und zu sorglos werden rezeptfreie Arzneimittel eingenommen, mahnen Kritiker. Vor allem Schmerzmittel stehen dabei im Fokus. Helfen rezeptfreie Medikamente eigentlich besser als Hausmittel? Und sind sie nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums schädlich? Die Antworten gibt es heute um 21 Uhr im WDR: „Doc Esser – Der Gesundheitscheck“ unter dem Titel „Gesund ohne Arzt – wie gut sind rezeptfreie Medikamente?“

Lästiger Husten und Bronchitis – Dr. Heinz Wilhelm Esser, Notfallmediziner und Facharzt für Innere Medizin, testet drei Behandlungsoptionen. Über drei Tage nehmen die Probandinnen entweder N-Acetylcystein (NAC), Kräutertee oder die Kombination Milch mit Honig und Zwiebelsaft ein. NAC ist laut Esser unter Ärzten in der Diskussion, denn die Studienlage sei widersprüchlich. Aber: „Wer heilt hat Recht, wem es hilft, soll es ruhig nehmen“, so der Mediziner. Auch die Probandin meldet an Tag drei eine Besserung. Sie verleiht dem Medikament die Note „sehr gut“ und berichtet von einer Wirkung nach ein paar Stunden. Die erste Nacht konnte sie gut schlafen und am zweiten Tag war der Husten locker. Obwohl das Arzneimittel direkt wirkte, würde sie statt des chemischen Wirkstoffes beim nächsten Mal ein Hausmittel bevorzugen. Kandidatin 2 behandelte die Bronchitis mit den Hausmitteln: heiße Milch mit Honig und Zwiebelsirup. Der Sud aus zerhackten Zwiebeln und Zucker ist laut Esser super. Der Mediziner schwört auf den Saft. „Ätherische Öle und Schwefelverbindungen – die bringen es.“ Auch privat greift der Arzt bei Nasennebenhöhlen zu Zwiebeln und legt diese direkt drauf. Die Milch sei schleimfördernd und der Honig antiseptisch und bakterizid. Im Vergleich zum Antibiotikum sei die Wirkung jedoch geringer, aber das Naturprodukt lasse sich in jedem Haushalt finden. Die Probandin würde beim nächsten Infekt allerdings auf die Zwiebel verzichten, aber zur Milch greifen, denn die machte den Husten produktiv.

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